Am Freitag, dem 24. Juni 2016, und am Samstag, dem 25. Juni 2016, veranstaltet der Arbeitskreis Denkmalschutz der Patriotischen Gesellschaft von 1765 das „Symposium Denkmalpflege für die Stadt der Zukunft“. Die zweitägige Fachtagung mit öffentlichen Vorträgen findet im Haus der Patriotischen Gesellschaft, Trostbrücke 6, in Hamburg statt.

Seit mehr als einem Jahrzehnt schwelt die Debatte um Nutzen, Ziele, Inhalte und Instrumente des Denkmalschutzes. Die beteiligten Institutionen wirken angesichts der rasanten und tiefgreifenden Veränderungen der Städte bisweilen überfordert. Insbesondere die Bauten der 1950-70er Jahre werden mit den zeitgemäßen Ansprüchen an Effizienz, Behinderteneignung und Nachhaltigkeit konfrontiert. Sie genießen (noch) wenig Wertschätzung, finden aber bei jüngeren Generationen mit ihren ästhetischen und städtebaulichen Qualitäten zunehmende Akzeptanz. Besonders in den Stadtzentren sind diese Bauten einem immer stärker wirkenden ökonomischem Verwertungsdruck ausgesetzt. Das soziale Gefüge und die kulturelle Identität der Stadt bleiben dabei oft auf der Strecke.

Längst wird der Denkmalschutz auch für Aufwertungs- und Verdrängungsprozesse missbraucht: Immer mehr zählt dabei der Anmutszauber der Geschichte und nicht ihre ethische, politische und kritische Dimension. Fragen nach sozialer Verantwortung oder nach dem Verhältnis von Migration und Kulturerbe erweitern die Diskussion.

Die Denkmalämter drängen im Rahmen von Gesetzesnovellierungen auf Kompetenzerweiterungen. Doch ihr institutionalisiertes Selbstverständnis, ihre Kriterien und obrigkeitsstaatlichen Verfahren sind umstritten, das Agieren der amtlichen Denkmalpflege erscheint oft beliebig und intransparent. Eine wirkungsvolle Denkmalpflege ist heute ohne öffentliche Bewusstseinsbildung und bürgerliches Engagement nicht mehr denkbar.

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