40 Jahre ist es her, dass sich unter den Schlagworten „Neue Kulturpolitik“ und „Kultur für alle“ eine neue Bewegung formierte, die nichts weniger als eine Neuausrichtung der Kulturpolitik im Sinn hatte: Statt um Eliten, Hochkultur und Exklusivität ging es darum, die Kultur zu öffnen, sie mit dem Alltag der Menschen zu verbinden (Soziokultur) und sie vor allem für alle Menschen zugänglich zu machen.

Kulturpolitik erlebte in der Folge, vorangetrieben durch kommunale Vordenker wie Hilmar Hoffmann, Hermann Glaser oder Alfons Spielhoff, eine enorme Aufwertung hin zu einem der zentralen Querschnittsthemen der Kommunalpolitik und leistete wichtige Impulse auch in andere Bereiche hinein, wie etwa die (kulturelle) Bildung.

Doch wo stehen wir 2016? Hat die Neue Kulturpolitik die mit ihr einhergehenden Erwartungen erfüllt? Warum sind nach wie vor große Teile der Gesellschaft von der kulturellen Teilhabe ausgeschlossen? Welche Rolle kann Kulturpolitik gerade jetzt spielen, wo die Gesellschaft (auch) zuwanderungsbedingt vor einschneidenden Veränderungen steht? An welchen gesellschaftlichen Phänomenen tun sich kulturelle Fragen bzw. Konflikte auf und wird Politisierung sichtbar? Und last but not least: Wie können wir neue Zielgruppen für Kulturpolitik begeistern?

Jede Zeit muss ihre eigenen Antworten entwickeln. So möchten die Kulturpolitische Gesellschaft und die MOTTE einladen, am 1. und 2. Juli über die Zukunft der Kulturpolitik nachzudenken – und natürlich zu feiern.

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