Design in all seinen Formen – von Grafik- und Produktdesign bis zu Industriedesign und Wechselwirkungen – heißt, neben einem Fokus auf Ästhetik und Funktionalität, mehr Aufmerksamkeit darauf zu legen, gesellschaftlich sinnvoll zu werden. Eine Möglichkeit, wie Design hierauf reagiert, besteht darin, sich mit dem wachsenden Bedürfnissen älterer Menschen und speziell denen von Menschen mit Demenz zu beschäftigen.

Im Mittelpunkt dessen steht die Frage, wie man Menschen mit Demenz, ihre Angehörigen und (in)formellen Betreuungspersonen in den Designprozess einbezieht. Entwerfen für und mit Menschen mit Demenz stellt Designpädagoginnen und -pädagogen, Designerinnen und Designer sowie Forschende vor Herausforderungen, da traditionelle (partizipative) Designansätze bisweilen ungeeignet sind und möglicherweise angepasst werden müssen.

Bei der zweitägigen, englischsprachigen Veranstaltung am 14. und 15. September 2016
in der Folkwang Universität der Künste (SANAA-Gebäude, Gelsenkirchener Straße 209) in Essen sind Designerinnen und Designer, Forscherinnen und Forscher sowie Design-Lehrende dazu eingeladen, sich inspirieren zu lassen, um ihre eigenen Lernmodule oder -projekte zu konzipieren. Daneben können diejenigen, die Erfahrung darin haben, für und mit Menschen mit Demenz Designkurse oder Forschungsprojekte zu entwerfen, ihre eigenen gescheiterten und erfolgreichen Ansätze einbringen. Die Veranstaltung wird sich auf drei zentrale Themen konzentrieren:

  • Wie kann die Designausbildung mit Schwerpunkt auf (partizipativem) Entwerfen für Menschen mit Demenz unterstützt werden?
  • Welche Herausforderung kommen auf Designstudierende, Praktikerinnen und Praktiker sowie Forschende zu, wenn sie Menschen mit Demenz in den Designprozess einzubeziehen?
  • Welcher Form wirkt sich die Arbeit mit Menschen mit Demenz auf die aktuelle und zukünftige Arbeitsweise eines Designers aus?

Mehr: www.dementialab.com/The-Role-of-Design-2016/