Akteur*innen reflektieren Barrieren, Normen, Diskriminierung und die Machtverhältnisse in den Freiwilligendiensten. Damit schaffen sie die Grundlage für inklusives, freiwilliges Engagement.

Inklusion bedeutet Menschenrechte einzulösen und dadurch zu einer Transformation der Gesellschaft beizutragen, in der alle in ihrer Verschiedenheit erkannt werden und bestehende Benachteiligungen abgebaut sind. „‚Teilhabe für alle‘ ist ein elementares Ziel der Kulturellen Bildung. Es entspricht der politischen Forderung und dem eigenen Anspruch der BKJ. Ein Blick in die Praxis zeigt jedoch, dass viele unserer Angebote nicht inklusiv sind. Daher wollen wir mit der inklusiven Ausgestaltung der Freiwilligendienste einen konkreten Beitrag zu den notwendigen, gesellschaftlichen Veränderungen leisten.“, sagt Prof. Dr. Gerd Taube, Vorsitzender der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.  V. (BKJ).

Um diese Veränderung voranzutreiben, diskutieren am 8. und 9. September ehemalige und aktuelle Freiwillige, Einsatzstellen, Träger und Fachkräfte gemeinsam bei der Fachtagung „macht inklusion!?“ zu der die BKJ zusammen mit der Landesvereinigung Kulturelle Bildung (LKB) Hessen e. V. eingeladen hat. Die Teilnehmer*innen beschäftigen sich vielfältig mit Ableismus, Adultismus, Heterosexismus, Klassismus und Rassismus und deren ausschließenden Mechanismen.

Die BKJ und der Trägerverbund Freiwilligendienste Kultur und Bildung haben sich entschlossen, die Handlungsoptionen bei sich selbst zu suchen, sich kritisch zu prüfen, zu verändern, um tatsächlich inklusiver zu werden. Das bedeutet konkret, dass die bundesweiten Angebote des Trägerverbundes Freiwilligendienste Kultur und Bildung und allen voran das FSJ Kultur, das in diesem Jahr 15. Jubiläum feiert, Barrieren abbauen müssen. Um diese zu benennen, Diskriminierung zu erkennen, der eigenen Privilegien bewusst zu werden und auch die machtvolle Rolle von Trägern und Einsatzstellen zu hinterfragen, gibt es zahlreiche Expert*innen auf der Tagung mit denen gemeinsam diskutiert wird.

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