In Zeiten wie diesen ist Einmischen angesagt. Die gesellschaftlichen Debatten drehen sich immer schneller um immer mehr Themen.

Der Klimawandel beschäftigt uns schon lange, die Frage der Flüchtlinge seit kurzem. Zur Diskussion stehen die Suche nach bezahlbarem Wohnraum, die wachsende Ungleichheit, die Folgen von Freihandel und Globalisierung. Dabei ist unsere Gesellschaft allen Unkenrufen zum Trotz bunt und plural. Viele Menschen gestalten inzwischen ihr Leben in wechselnden sozialen Zusammenhängen und transkulturell. Eigenes und Fremdes mischen sich, natürlich nicht ohne Konflikte. Es gilt, die Probleme zu benennen und den Alltag in seiner Vielfalt zu gestalten.

Die Förderung des innergesellschaftlichen Kulturaustausches mit künstlerischen und kulturellen Mitteln ist schon immer das Ziel soziokultureller Projekte. Kunst und Kultur entwickeln sich dynamisch und leben vom Dialog über Unterschiede und Zusammengehörigkeit. Sie stehen für die Mühen der Verständigung und den Glücksfall der Empathie.

Soziokulturelle Kulturarbeit setzt dazu auf Kontinuität und Nachhaltigkeit: Teilhabe ist mehr als eine kulturpolitische Frage. Sie umfasst soziale Gerechtigkeit ebenso wie eine sichere Zukunft.

In diesen bewegten Zeiten hilft ein aufgeklärter Optimismus gegen die Ängste und Ressentiments der Gegenwart. Es kann besser werden, wenn sich viele einbringen und mitmischen – bei kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Fragen überall im Land.

Der Fonds Soziokultur sucht wieder Menschen mit kreativen Ideen und Niveau und bieten eine Förderung für Projekte aller Art, die originell und innovativ die Themen der Zeit aufgreifen und zum Nachdenken und Nachmachen anregen.

Die erste Ausschreibung 2017 ist an kein spezielles Thema und auch an keine Kunst- und Kultursparte gebunden. Vorbehaltlich der Bereitstellung der Haushaltsmittel des Fonds stehen im ersten Halbjahr 2017 zirka 550.000 Euro für Projektförderungen zur Verfügung. Einsendeschluss ist der 02. November 2016.

Mehr: www.fonds-soziokultur.de