Die neunte Ausgabe der Beiträge zur kulturellen Bildung des Deutschen Kulturrates ist erschienen. „Kultur bildet.“ liegt der aktuellen Ausgabe von Politik & Kultur bei und beschäftigt sich mit Migration und Integration im Kontext kultureller Bildung. Migration – hinter diesem kurzen Wort verbergen sich nicht nur Zuwanderer, ihre Nachfahren, Spätaussiedler und Geflüchtete, die unsere Gesellschaft bereichern, sondern auch zahlreiche kontrovers geführte Debatten zu Asylrecht, Religion und Integration.


Wie kann kulturelle Teilhabe aller Gesellschaftsgruppen gelingen? Was muss sich dafür ändern in der Kulturpolitik, in der Kulturförderung, aber auch in den Programmen und Organigrammen von Kulturinstitutionen? Wie sieht eine diversitätsbewusste kulturelle Bildung aus? Welche Rolle spielen Migrantenselbstorganisationen in diesem komplexen Prozess? Vor allem aber müssen Antworten auf die Frage gefunden werden, wohin integriert werden soll, wie Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates in seinem Beitrag unterstreicht: „Integration bedeutet für mich, die Aufnahme von Immigranten in ein bestehendes Kultur- und Sozialgefüge. Doch was ist unser Kulturgefüge? Goethe, Schiller, Christentum, Aufklärung, das Nibelungenlied, Kunstfreiheit, Shermin Langhoff, Georg Baselitz, Andrea Berg …? Wir werden uns über unser Kulturgefüge, das weit mehr als ein Kanon ist, verständigen müssen, so schwer uns das auch fällt.“

Mehr: www.kulturrat.de/wp-content/uploads/2016/08/Kultur-bildet-Nr.-9.pdf

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