Der Hamburger Senat hat heute beschlossen, im Dezember die Antragsunterlagen für die Nominierung des Jüdischen Friedhofs Hamburg-Altona für die Eintragung in die Liste des UNESCO-Welterbes einzureichen.

Im Laufe des Jahres 2017 erfolgt dann im Auftrag der UNESCO die Prüfung des „außergewöhnlichen universellen Wertes“ durch Experten von ICOMOS International. Mitte 2018 könnte dann das Welterbe-Komitee über die Aufnahme des Jüdischen Friedhofs Hamburg-Altona in die Welterbeliste entscheiden. Der Jüdische Friedhof Hamburg-Altona ist einer der ältesten portugiesisch-sephardischen Friedhöfe der Welt und gilt als weltweit wichtiges kulturelles Zeugnis sephardischer Geschichte.

Ein Fachbeirat der Kultusministerkonferenz hatte bereits empfohlen, den jüdischen Friedhof Hamburg-Altona in die deutsche Tentativliste aufzunehmen und somit die Bewerbung als UNESCO-Welterbe zu ermöglichen. Der Fachbeirat bewertete den Friedhof als bedeutsames Beispiel sephardischer Grabmalkunst und bezeichnete ihn als einzigartiges kunst- und kulturhistorisches Dokument.

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