Bürgerbühnen, Mitsprache bei Entwicklungen in der eigenen Stadt, in den sozialen Medien – überall begegnen wir Prozessen, bei denen nicht (nur) Experten, sondern alle Interessierten in Entscheidungen einbezogen werden und diese aktiv mitgestalten.

In der Kinder- und Jugendbildung werden partizipative Elemente schon seit langem praktiziert und akzeptiert. Erfolgreiche Partizipation setzt eine Begegnung auf Augenhöhe voraus. Ist das im Museum möglich?

Museumsmitarbeiter haben Fachwissen, methodische und wissenschaftliche Kompetenzen, die sie für die Museumsarbeit qualifizieren. Wo sollen die Besucher mitsprechen? Die Entscheidungen muss am Ende doch das Museum fällen. Oder nicht?

Die Tagung geht der Frage nach, ob die Beteiligung von Besuchern und Noch-nicht-Besuchern ein Instrument ist, um Museumsziele zu erreichen. Ausgehend von der Frage „Was ist Partizipation?“ zeigen Erfahrungsberichte aus der Praxis Möglichkeiten und Grenzen. Können Teilhabe, Mitbestimmung, Co-Produktion/User Created Content oder sogar Selbstbestimmung im Museum eingesetzt werden, und wenn ja, an welcher Stelle?

Partizipation kann kein Selbstzweck sein, sondern braucht konkrete Ziele, wie z.B. Barrieren zu durchbrechen, neue Zielgruppen ins Museum zu bringen oder andere Inhalte zu vermitteln. Beteiligung soll das Gegenüber ernst nehmen, einen Dialog auf Augenhöhe schaffen. Aber vor welche Herausforderungen stellt uns dieser Anspruch?

Sie sind herzlich eingeladen, in Vorträgen, Workshops und Diskussionen das Thema Partizipation im Museum als Mit- und Selbstbestimmung im Museum kritisch zu betrachten. Es darf auch unbequem debattiert werden.