Am Freitag, den 11. November 2016 findet von 10 bis 17  der Workshop „Vom vornehmen Wort Kultur – Kritische Auseinandersetzung mit Interkultur“ mit den Trainer*innen von glokal e.V.Timo Kiesel und Miriam Camara im Rahmen des Projektes [in:szene] in der W3 (Nernstweg 32 – 34) statt.

In verschiedenen Bereichen der künstlerischen und kulturellen (Bildungs-)Arbeit wird dem Konzept der „Interkultur“ ein wichtiger Stellenwert eingeräumt: sei es im Bereich von Kultureinrichtungen, in „interkulturellen“ Bildungsansätzen oder der Jugendarbeit. Dem gut gemeinten Verständnis für oder besonderen Interesse an „anderen Kulturen“ liegt unbewusst oft ein starres Kulturkonzept zugrunde, durch das Menschen schnell auf „ihre Kultur“ oder vermeintliche Herkünfte reduziert werden.

So werden Stereotype und Diskriminierungen eher bestärkt als aufgelöst und „Kultur“ in bestimmten Kontexten als der prägende Faktor für Wesensart und Handeln von Individuen herangezogen. „Das vornehme Wort Kultur tritt anstelle des verpönten Ausdrucks Rasse, bleibt aber ein bloßes Deckbild für den brutalen Herrschaftsanspruch“ (Theodor W. Adorno). Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende geraten deshalb – oft unwissentlich und entgegen der eigenen Intention – in ihrer Praxis in Fallstricke der Exotisierung, Homogenisierung und des Kulturalismus.

Die Referent*innen von glokal e.V. verschaffen den Teilnehmenden einen Überblick über Ansätze in der rassismuskritischen Debatte um den Kulturbegriff und entwickeln gemeinsam mit den Teilnehmenden Handlungsansätze für die Praxis. Dabei soll Raum geschaffen werden, um die eigene Verwobenheit in Ausschlüsse und Diskriminierungen zu reflektieren.

Die Teilnahmegebühr von 30 Euro kann am Veranstaltungstag in bar gezahlt werden (Ermäßigungen sind möglich).

Mehr: www.w3-hamburg.de/vom-vornehmen-wort-kultur-0