Bereits zum vierten Mal prämierte Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters im Rahmen von „APPLAUS – Auszeichnung der Programmplanung unabhängiger Spielstätten“ am 24. Oktober 2016  herausragende Livemusikprogramme von unabhängigen Musikclubs und Veranstaltungsreihen. Von dem Förderpreis der Initiative Musik profitieren 64 Preisträger aus 13 Bundesländern.

Die damit verbundenen Förderungen in Höhe von insgesamt 900.000 Euro machen APPLAUS erneut zum höchstdotierten Bundesmusikpreis Deutschlands. APPLAUS würdigt gezielt Clubs und Veranstaltungsreihen von unterschiedlicher Größe, Programmaktivität und musikalischer Ausrichtung. Berücksichtigt werden dabei gleichermaßen herausragende Musikangebote im urbanen und ländlichen Raum.

Mit dem Karlstorbahnhof in Heidelberg, dem domicil in Dortmund, der Reihe „JazzToday“ der BLACK BOX, organisiert vom cuba und dem Jazzclub Münster, sowie weiteren Spielstätten sind auch mehrere Mitgliedseinrichtungen der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren unter den Ausgezeichneten. Nach wie vor hat Livemusik eine große Bedeutung im Angebot soziokultureller Zentren und Initiativen. Gerade mit ihren kleinen und mittleren Bühnen decken sie einen wichtigen Bereich der Musikpräsentation ab.

Die APPLAUS-Programmpreise werden in drei Kategorien vergeben:

  • Kategorie I: Spielstätten mit regelmäßig mehrere Konzerten pro Woche – 20 Preisträger erhalten jeweils 25.000 Euro
  • Kategorie II: Spielstätten mit durchschnittlich einem Konzert pro Woche – 18 Preisträger erhalten jeweils 15.000 Euro
  • Kategorie III: Programmreihen mit mindestens zehn Veranstaltungen im Jahr – 26 Preisträger erhalten jeweils 5.000 Euro

Die besonderen Auszeichnungen gehen 2016 an:  Stadtgarten, Köln, Nordrhein-Westfalen (Kat. I), Golden Pudel Club, Hamburg (Kat. II) und  „biegungen im ausland“, Berlin  (Kat. III) . Zum zweiten Mal wurde darüber hinaus einen undotierter Sonderpreis vergeben, der das langfristige Engagement einzelner Akteure und Institutionen für die Livemusikszene auszeichnet: Birgit und Horst Lohmeyer wurden für ihr Festival „Jamel rockt den Förster“ geehrt. Das Open Air steht für ein weltoffenes Miteinander und unermüdliches kulturelles Engagement gegen rechtsextreme Strukturen im Landkreis Nordwestmecklenburg.

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