Der Deutsche Kulturrat begrüßt in seiner neuen Stellungnahme, dass die EU-Kommission am 14. September 2016 Regelungsvorschläge zum europäischen Urheberrecht vorgelegt hat.

Aus Sicht des Deutschen Kulturrates weisen viele der Kommissionsvorschläge in die richtige Richtung. Das Urheberrecht hat eine zentrale, marktordnende Bedeutung. Die europäische Kultur- und Kreativwirtschaft, die entscheidend durch die Urheber und Kulturverwerter geprägt wird, braucht ein starkes Urheberrecht, um wettbewerbsfähig zu sein. Der Deutsche Kulturrat begrüßt es deshalb, dass die Vorschläge der Kommission nicht darauf abzielen, das Urheberrecht grundsätzlich zu schwächen. Gleichzeitig begrüßt der Deutsche Kulturrat das Ziel der europäischen Vorschläge, den europäischen Bürgern vermehrt Zugang zu europäischen Inhalten zu ermöglichen.

Der Deutsche Kulturrat hat sich bereits in seiner Stellungnahme „Zur Zukunft des Urheberrechts in Europa“ vom 26.06.2015 mit dem urheberrechtlichen Regelungsbedarf auf EU-Ebene auseinandergesetzt. Ferner hat der Deutsche Kulturrat am 18.06.2014 zur Diskussion der Bildungs- und Wissenschaftsschranke Stellung bezogen und sich am 09.12.2015 zu den geplanten deutschen Regelungen zum Urhebervertragsrecht positioniert. Die erwähnten Stellungnahmen und weitere grundlegende Positionspapiere des Deutschen Kulturrates bilden die Grundlage für die neue Stellungnahme zur Reform des europäischen Urheberrechts.

Mehr: www.kulturrat.de/positionen/stellungnahme-des-deutschen-kulturrates-zur-reform-des-europaeischen-urheberrechts/

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