Benachteiligte Quartiere sind oft gekennzeichnet durch einen hohen Anteil von Anwohner*innen mit einer „Migrationsgeschichte“. Gerade jetzt aktuell haben sich mit dem Zuzug von Geflüchteten manche Wohnquartiere signifikant verändert. Neue Nachbarschaften sind entstanden, neue Hilfebedarfe vor Ort erkennbar.

Soziale Arbeit steht, nicht nur wegen Sprach- und Kulturbarrieren vor neuen Herausforderungen. Gemeinwesenarbeit soll bürgerschaftliches Engagement und fördern, Hilfeangebote entwickeln, Teilhabe und Beteiligung im Wohnquartier ermöglichen und ist dabei in der Kommunikation mit kulturellen Eigenheiten und Missverständnissen konfrontiert.

Migrantische Milieus werden häufig nicht verstanden und nicht erreicht, sie werden als „Parallelgesellschaft“ stigmatisiert, dabei engagieren sie sich stark im Gemeinwesen, und wir merken es nicht. Interkulturelle Kompetenz, Beteiligung im Wohnquartier und Segregationsprozesse sind nicht widersprüchlich zueinander. Aktuelle Studien zeigen ein hohes Maß an Bereitschaft zu nachbarschaftlichem Engagement. Soziale Arbeit könnte Türen öffnen und benötigt dazu zentrale methodische Schlüsselkompetenzen.

Inhalte

  • Erreichbarkeit bisher nicht erreichter Bewohnergruppen
  • Anwendung von aktivierenden Sozialraummethoden
  • Strukturelle Anforderungen an Quartier nahe Einrichtungen
  • Umgang mit Mehrsprachigkeit, Konflikten und Religion
  • Aufspüren und Einbinden informeller (nicht sichtbarer) nachbarschaftlicher Netzwerke
  • Entwicklung von bürgerschaftlichem Engagement und partizipativer Nachbarschaftshilfe in migrantischen Milieus
  • Annäherung an interkulturelle Kommunikation
  • Nicht-bevormundende Moderation gruppenbezogener Beteiligungsprozesse

Mehr: Grundlagen_sozialräumliches_Arbeiten_multikulturelle_Wohnquartierer.pdf