Zum vierzehnten Mal schreibt die Kulturbehörde das privat gestiftete Hans-Günther-Baass-Atelierstipendium für Hamburger Künstlerinnen und -künstler im Bereich Bildende Kunst aus. Das Stipendium hat eine Laufzeit von zwei Jahren (1. März 2017 bis 28. Februar 2019). Der Stipendiat beziehungsweise die Stipendiatin können ein 30 Quadratmeter großes Dachatelier im Heine-Haus am Jungfernstieg mietfrei nutzen und erhalten monatlich 700 Euro. Zum Ende des Stipendienzeitraumes zahlt die Kulturbehörde einen Katalogzuschuss in Höhe von 2.500 Euro.

Das Hans-Günther-Baass-Atelierstipendium richtet sich ausschließlich an Hamburger Künstlerinnen und Künstler, denen nach Abschluss ihrer Ausbildung kein adäquater Arbeitsraum zur Verfügung steht und die auf materielle Unterstützung angewiesen sind. Die Bewerber und Bewerberinnen müssen ihren Hauptwohnsitz und Lebensmittelpunkt in Hamburg haben. Studierende sind von der Bewerbung ausgeschlossen.

Das Hans-Günther-Baass-Atelierstipendium wurde 1991 nach dem Tod des gleichnamigen Hamburger Künstlers, der 25 Jahre in dem Dachatelier am Jungfernstieg gearbeitet hatte, von einer Hamburger Familie gestiftet. Das vom französischen Impressionismus geprägte Werk des Namensgebers zeigt in unterschiedlicher Sichtweise die Vielfalt seiner Heimatstadt. Darüber hinaus thematisierte Baass in seinem Werk immer wieder sein eigenes Atelier, das ihm auch als Kulisse für Selbstportraits und Aktdarstellungen diente.

Das Heine-Haus, in dem sich das Atelier befindet, wurde im Jahre 2003, mit Ausnahme des Daches, originalgetreu renoviert. Hier stand ursprünglich das Haus von Salomon Heine, einst Wohltäter in Hamburg und Förderer seines Neffen, des Dichters Heinrich Heine.

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