Die Versammlungsstättenverordnung der einzelnen Bundesländer fordert bei Veranstaltungen in Soziokulturellen Zentren geeignete Fachkräfte für den bühnentechnischen Bereich – beispielsweise für Theateraufführungen von Laiengruppen, Lesungen, Podiumsdiskussionen, kleine Livekonzerte oder Disco-Veranstaltungen – egal wie klein die Veranstaltung ist. Ein Ausweg: Der „Führerschein“  für „Aufsicht führenden Person“.

Bei größeren Konzerten oder aufwändigeren Theaterstücken kommen meist Fachkräfte für Veranstaltungstechnik zum Einsatz. Aber sobald in einem Kulturzentrum nicht nur die Kneipe bzw. der ein oder andere Gruppenraum geöffnet hat – sondern irgendeine Veranstaltung stattfindet, und sei sie auch noch so klein, dann wird immer auch eine verantwortliche Person für Veranstaltungstechnik verlangt.

Für die Vielzahl der kleinen Veranstaltungen immer eine Fachkraft für Veranstaltungstechnik vorzuhalten, ist jedoch für die meisten Soziokulturelle Einrichtungen nur schwer oder gar nicht umsetzbar. Hier gibt es einen Ausweg. Wenn von der jeweiligen Veranstaltung keine Gefahren ausgehen – und das ist bei diesen Veranstaltungen so gut wie immer der Fall – kann die Funktion der Fachkraft für Veranstaltungstechnik auch von einer „Aufsicht führenden Person“ wahrgenommen werden. Um diese Funktion verantwortlich ausüben zu können, sind gewisse Kenntnisse notwendig.

Diesen „Führerschein“ will die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren für alle Mitgliedseinrichtungen anbieten. In einem Drei-Tages-Seminar will sie die Zentren fitmachen, damit diese zum einen als Betreiber*innen rechtlich auf „der sicheren Seite“ sind – zum anderen aber natürlich auch, um Gefahren zu kennen und Unfälle für Mitarbeiter*innen und Besucher*innen weitestgehend zu verhindern.

Die Seminare finden ab März 2017 regional statt und werden in Zusammenarbeit mit den Landesarbeitsgemeinschaft – in Hamburg mit STADTKULTUR HAMBURG – organisiert. Für Kolleg*innen von Mitgliedseinrichtungen übernimmt die Bundesvereinigung einen Teil der Kosten. Somit kostet das 3-tägige Seminar inkl. Tagesverpflegung pro Person lediglich 150 Euro (inkl. 7 % MwSt.). Die Kosten für An- und Abreise sowie für ggf. erforderliche Übernachtungen sind allerdings noch nicht enthalten. Für externe Teilnehmer*innen kostet das Seminar 400,00 Euro inkl. 7% MwSt.

Die Bundesvereinigung setzt hiermit die Seminarreihe zur Rechtsberatung von soziokulturellen Zentren und Initiativen fort, die zu Themen wie Arbeits- und Tarifrecht, Verträge, Steuern und Sicherheit im Jahr 2014 begonnen und in 2015 fortgesetzt wurde. Die Inhalte dieser Seminare werden derzeit in Kurzform und mit Bereitstellung von Musterdokumenten in einer Publikation „Kultur – aber sicher!“ zusammengestellt, die Anfang des nächsten Jahres veröffentlicht wird.