Mit STADT.KULTUR.SOUND startet der Dachverband STADTKULTUR HAMBURG im Herbst 2016 eine Kampagne, die in ihrem künstlerischen Ansatz und partizipativen Kern den Charakter der Stadtteilkultur widerspiegelt: Auf der Kampagnen-Webseite können geloopte Handyvideos mit kurzen audiovisuellen Eindrücken aus der Vielfalt der Stadtteilkultur zu immer neuen ungewöhnlichen Dreiklängen kombiniert werden. Doch der künstlerische Spaß hat einen ernsten Hintergrund: Die Hamburger Stadtteilkultur kämpft ums Überleben und will mit der Kampagne auch auf ihre Situation aufmerksam machen.
Startseite der Kampagnen-Webseite von STADT.KULTUR.SOUND

Startseite der Kampagnen-Webseite von STADT.KULTUR.SOUND

Die Videoclips sind verknüpft mit den jeweiligen Projekten, Institutionen und Akteuren der Hamburger Stadtteilkultur und so gibt die Kampagnen-Webseite nicht nur einen spielerischen Überblick über die Vielfalt der Stadtteilkultur sondern bietet auch zahlreiche weitergehende Informationen für Interessierte. Die Webseite ist mobil zugänglich und die Dreiklänge finden über Social-Media-Kanäle Verbreitung.

www.stadtkultursound.de

Umsetzung der Kampagne

Auf der Auftaktveranstaltung im Klubhaus St.Pauli auf der Reeperbahn in Hamburg Ende September 2016 präsentierte sich die Stadtteilkultur im unterirdischen Club Bahnhof Pauli energiegeladen und farbenfroh und gab den Startschuss für diese ungewöhnliche Kampagne. Auf der preisgekrönten LED-Wand des Klubhauses wird auch bis Jahresende der Trailer der Kampagne zu sehen sein. Über einen längeren Zeitraum wird die Kampagne nun durch verschiedene Aktionsformen – u.a. eine hamburgweite Plakatierung und Fahrgastfernsehen – begleitet.

Der Trailer auf der LED-Wand, Foto: Jonas Walzberg

Der Trailer auf der LED-Wand, Foto: Jonas Walzberg

STADTKULTUR HAMBURG hat die Kampagne über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren gemeinsam mit seinen Mitgliedern in den Vereinsgremien entwickelt und in Kooperation mit den Kultur Palast Hamburg und der Markenagentur Factor umgesetzt.

Existenzbedrohende Lage der Hamburger Stadtteilkultur

Mit der Kampagne soll die Aufmerksamkeit auf die existenzbedrohende Lage der Stadtteilkultur gelenkt werden. Während sie gleichzeitig wichtige Aufgaben in der Integration der Zuwanderer übernimmt, droht der Stadtteilkultur ein deutlicher Abbau der Angebote und Strukturen in den kommenden Jahren. Der Dachverband STADTKULTUR HAMBURG fordert deshalb 3,9 Millionen Euro mehr Mittel für die Stadtteilkultur. Im Haushaltsentwurf, der derzeit in der Bürgerschaft diskutiert wird, ist jedoch nur eine Erhöhung von 400.000 Euro für 2017 und weiteren 400.000 für 2018 vorgesehen. Anschließend sollen die Mittel jährlich um 1,5 Prozent erhöht werden.