Stadtteilkultur spiegelt die ganze Vielfalt der Kulturen unserer internationalen Stadt und bindet sie auf allen Ebenen ein. Stadtteilkultur macht die kulturelle Vielfalt der Gesellschaft erlebbar und offenbart ihre Potenziale. Sie schafft mit den Mitteln der Kultur neue Identitäten – jenseits sozialer und herkunftskultureller Zuschreibungen. Interkulturelle Öffnung ist nicht nur ein Schlagwort, sondern eine Aufgabe, an der auf allen Ebenen – von der Gestaltung des Programms über Personalstruktur bis zur Zusammensetzung des Publikums – gearbeitet wird. Sie wird so zur selbstverständlichen Praxis und zum Modell für andere Bereiche der Gesellschaft.

Beispiele aus der Stadtteilkultur-Praxis

Was Kulturelle Vielfalt in der Stadtteilkultur bedeutet und bedeuten kann, wollen wir an zwei Projektbeispielen verdeutlichen: ein Kulturprojekt mit geflüchteten Jugendlichen in Eidelstedtl, ein Stadtteil-Musikfestival in Wilhelmsburg und interkulturelle Öffnung in Ottensen.

Stadtteilkulturzentrum Eidelstedter Bürgerhaus: OpenHaus

Das Projekt "OpenHaus" im Eidelstedter Bürgerhaus, Foto: Christian Bartsch

Das Projekt „OpenHaus“ im Eidelstedter Bürgerhaus, Foto: Christian Bartsch

Jugendliche aus Afghanistan, Syrien, Somalia, Äthiopien und dem Kosovo nahmen drei Wochen an der Tanz- und Theater-Werkstatt „OpenHaus“ im Stadtteilkulturzentrum Eidelstedter Bürgerhaus teil – im Rahmen einer Kooperation mit der Berufschule BS24.
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Bürgerhaus Wilhelmsburg: Wir sprechen viele Sprachen – vor allem musikalisch

Die Erol Arslan Grup auf dem Berta Kröger Platz, Foto: Jan Linnemann

Die Erol Arslan Grup auf dem Berta Kröger Platz, Foto: Jan Linnemann

Die Arbeit des Bürgerhauses Wilhelmsburg zielt auf konkrete Beteiligungsprozesse ab: 48h Wilhelmsburg bietet den mehrheitlich migrantischen Bewohnerinnen und Bewohner der Elbinseln einfache und individuelle Möglichkeiten, sich einzubringen. Hier trifft sich der Stadtteil auf, hinter und vor der „Bühne“. Die Konzertformate sind so vielfältig wie die Akteure.
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W3: Interkulturelle Öffnung ist ein ständiger Prozess

Die W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V. in Ottensen, Foto: W3

Die W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V. in Ottensen, Foto: W3

Interkulturelle Öffnung beginnt in unseren Köpfen und mit unserer Haltung. Öffnung erfordert zunächst Selbstreflexion. Sind wir wirklich offen oder verstecken wir uns hinter Strukturen, die angeblich nicht von uns beeinflussbar sind? Die W3 arbeitet seit Jahren am Thema interkulturelle Öffnung und berät auch andere Institutionen in diesem Prozess.
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