Stadtteilkultur gestaltet die Zukunftsfähigkeit und den Zusammenhalt unserer demokratischen Gesellschaft mit und ist ein gesellschaftlicher Lernort, an dem sich Menschen freiwillig für das Gemeinwohl engagieren. Stadtteilkultur wirkt, weil sie Kultur mitten in der Gesellschaft und mitten aus der Gesellschaft ist. Sie stärkt die demokratischen Werte und den sozialen Zusammenhalt, weil sie nah an den Menschen ist und sie beteiligt. Bürgerschaftliches Engagement verbessert die Kontakte zwischen Menschen und Einrichtungen, trägt zur Vertrauensbildung bei, stärkt und bereichert die Kultur, den Stadtteil und die demokratische Gesellschaft.

Beispiele aus der Stadtteilkultur-Praxis

Was Mitgestaltung unserer Stadt in der Stadtteilkultur bedeutet und bedeuten kann, wollen wir an drei Projektbeispielen verdeutlichen: Mitgestaltung des Esso-Häuser-Areals auf St. Pauli, Angebote für Zuwanderer von Ehrenamtlichen und Engagement im Bundesfreiwilligendienst „Kultur und Bildung“.

GWA St. Pauli: Planbude – Investieren Sie Ihre Wünsche

Das Planungsbüro ist direkt am zukünftigen Ort des Gebäudes und damit im Alltagsleben der zukünftigen Nachbar*innen platziert, Foto: PlanBude, Margit Czenki

Das Planungsbüro ist direkt am zukünftigen Ort des Gebäudes und damit im Alltagsleben der zukünftigen Nachbar*innen platziert, Foto: PlanBude, Margit Czenki

„Ein neues Stück St. Pauli“ oder „ein modellhafter demokratischer Planungsprozess“, so und ähnlich lauten die Kommentare zum Entwurf für die Neubebauung des so genannten Esso-Häuser-Areals am Spielbudenplatz. Das hohe Interesse an diesem Projekt beruht vor allem auf dem innovativen, vorgeschalteten, breitgefächerten Beteiligungsprozess. Dieser Prozess wurde im Stadtteil eingefordert, mit hohem Druck erwirkt und durch die PlanBude, einem interdisziplinären Team, an dem auch die GWA St. Pauli beteiligt ist, umgesetzt.
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Bücherhallen Hamburg: Engagiert für Integration

Gruppentreffen in Rahlstedt, Foto: Krim Grüttner

Gruppentreffen in Rahlstedt, Foto: Krim Grüttner

Dialog in Deutsch wurde 2009 als stadtweites Ehrenamtsprojekt von den Bücherhallen Hamburg für Zuwanderer gegründet, die ihre Deutschkenntnisse im Gespräch regelmäßig trainieren und vertiefen wollen. Moderiert und geleitet werden diese Gesprächsgruppen von je zwei bis drei speziell geschulten Ehrenamtlichen.
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STADTKULTUR HAMBURG: Engagieren für Kultur mit dem BFD

Ein Freiwilliger bei einer Befragung im Stadtteil, Foto: Khatuna Hartmann

Ein Freiwilliger bei einer Befragung im Stadtteil, Foto: Khatuna Hartmann

„Mir ist es wichtig, etwas Sinnvolles zu tun – gerade für Menschen, die durch ihr Alter unsichtbar werden. Für die Gemeinschaft etwas zu tun heißt auch, etwas für die Zukunft zu tun.“ So wie diese Freiwillige, die sich bei den Medienboten engagiert, sehen viele Engagierte ihren Einsatz im Bundesfreiwilligendienst „Kultur und Bildung“, den STADTKULTUR HAMBURG seit Mitte 2012 in Hamburg organisiert.
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