Der Fonds Soziokultur fördert im zweiten Halbjahr 2014 insgesamt 51 Kulturprojekte mit rund 410.000 Euro. Für die praktische Erprobung und Umsetzung ihrer Ideen erhalten diese jeweils Beträge  bis zu 25.000 Euro.. Dem Kuratorium des Fonds lagen auf seiner Sitzung am 30. Juni und 1. Juli 2014 insgesamt 332 Anträge zur Prüfung vor.

Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit, wusste schon Karl Valentin. Nicht nur Kreative müssen schon wegen des Geldes viel arbeiten. Aber will man wirklich immer das tun, was man da tun muss? „Arbeit“ weniger als Broterwerb denn als selbstbestimmtes Tun? Vielleicht kommt die Antwort aus Gelsenkirchen. Dort entsteht eine „Symphonie der Arbeit“ mit neuen Tönen und Rhythmen. Dass Fußball oft mit Arbeit verbunden ist, weiß jeder auf `m Platz. Passend dazu wird im Ruhrgebiet die Geschichte „Von Kuzorra bis Özil“ und anderen Migranten erzählt – die Ausstellung wird in Bochum partizipativ erarbeitet. Spannend dürfte es ebenfalls in Weimar werden. Dort kuratieren Menschen eine Kunstausstellung, die bisher nichts oder nur wenig mit Kunst im Sinn hatten. Im Hinterkopf dabei: Können so Berührungsängste nicht nur beim kunstfernen Publikum abgebaut werden?

Weitere Projektförderungen gehen u.a. an eine „Orgelwerkstatt von – mit – für Kinder“, eine Kooperation von Handwerkern, Musikern und Künstlern. Das Zirkusprojekt „SWITCH – auss welt innen“ aus Berlin präsentiert Fähigkeiten und Kompetenzen von Artisten mit Down-Syndrom. Die Geschichte der Sinti in Hamburg wird zu einem Theaterstück. Dazu kommen Vorhaben wie „KulTour« – mobile soziokulturelle Arbeit im ländlichen Raum“ in Sachsen. Und die Bewohner von Poggenhagen in Niedersachsen produzieren in Kooperation mit vier Künstlern Fotoreihen, Textdokumentationen, Hörspiele und Installationen zu Geschichte und Gegenwart ihres Dorfes.

Nähere Infos unter www.fonds-soziokultur.de

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