Das Institut für Kulturpolitik hat in seinem Projekt zur Entwicklung von Kulturkonzeptionen in zwei Thüringer Modellregionen ein neues Instrument der Netzwerkanalyse eingesetzt und damit Neuland betreten. Mithilfe einer innovativen Methode zur Erhebung von Netzwerkdaten, dem Net-Mapping, konnten auf der Basis von Interviews mit ausgewählten Personen die Interaktionsbeziehungen und Netzwerkstrukturen zwischen Akteuren aus Kultur, Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft in der Modellregion Landkreis Hildburghausen / Landkreis Sonneberg nachgezeichnet werden. Die Auswertung der Netzwerkanalyse offenbarte überraschende Erkenntnisse. Vorteil einer Netzwerkanalyse ist, dass sie die wichtigsten formellen und informellen Interaktionen in Politiknetzwerken sichtbar machen sowie Lücken in Netzwerkstrukturen identifizieren kann, die es zu schließen gilt, um Ressourcen zu bündeln und bestehende Kommunikations- und Entscheidungswege für das zu stärkende Kulturfeld fruchtbar zu machen.

Informationen zum Kulturentwicklungsprozess, der durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Thüringen finanziert wird, finden sich auf der Projekt-Website. Dort kann auch die Netzwerkanalyse heruntergeladen werden.

Mehr: www.kulturkonzept-hbn-son.de

 

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