Die Schwerpunkte und Bedingungen der Musikwirtschaft haben sich in den letzten Jahren grundlegend geändert. Der Verkauf von physischen Medien hat an Bedeutung verloren, eine Vielzahl von neuen Produkten und Leistungen rund um die Musik ist dazu gekommen. Diese Entwicklungen hat die Kulturbehörde Hamburg im Jahr 2011 zum Anlass genommen, das Projekt MUSIC WORKS ins Leben zu rufen, um innovative Geschäftsmodelle in der Musikwirtschaft gezielt zu fördern.

In Zusammenarbeit mit der Hamburg Kreativ Gesellschaft wurde MUSIC WORKS in diesem Jahr zu einem ‚Accelerator‘-Format weiterentwickelt, das Gründern über einen Zeitraum von zwölf Wochen in konzentrierter Form umfassende professionelle Unterstützung und Entwicklungsperspektiven für ihre innovativen Geschäftsideen anbietet. Abschluss und Höhepunkt der Aktivitäten des Jahres 2014 war der gestrige MUSIC WORKS Day. Zusätzlich zu den Teilnehmern des ‚Accelerators‘ konnten sich Gründerteams aus ganz Deutschland für den MUSIC WORKS Day 2014 in Hamburg bewerben. Insgesamt wurden vier Start-ups ausgewählt, um sich am Abend vor einer Fachjury und vor dem Publikum im Hamburger Nochtspeicher zu präsentieren. Das Preisgeld betrug 5.000 Euro. Außerdem gab es einen Mediapreis im BranchenmagazinMusikmarkt zu gewinnen, über dessen Vergabe das Publikum unabhängig vom Preisgeld entschied.

Nach der Begrüßung durch den Staatsrat der Kulturbehörde, Dr. Horst-Michael Pelikahn, und einem Impulsvortrag von Barbara Hallama (musical editor, google play), präsentierten sich die Start-up-Unternehmen mit so klangvollen Namen wie Sofaconcerts, Stagelink, Uberchord und Mehr Lametta. Sowohl das Publikum als auch die Jury entschieden sich am Ende für das Gründerteam um Marie-Lene Armingeon und Miriam Schütt, die mit ihrem Geschäftsmodell SofaConcerts überzeugen konnten.

SofaConcert.org ist eine neue Internetplattform für Wohnzimmerkonzerte und kleinere Veranstaltungen mit Live-Musik. Sie ermöglicht Künstlern, Anbietern von Räumen und Fans, persönlich miteinander in Kontakt zu treten und Konzerte zu organisieren. Die Jury war sowohl von der Qualität der Geschäftsidee als auch von den beiden Gründerinnen überzeugt und erkannte in dem neuen Ansatz von SofaConcerts eine echte Ergänzung zu bestehenden Wertschöpfungsmodellen im Livebereich.