Oft sind sie für tot erklärt worden – die Freien Theater, die in den späten 1960er Jahren in der Bundesrepublik entstanden und sich dann unter widrigen Umständen und oft gegen den erklärten Willen der offiziellen Kulturpolitik weiterentwickelt haben. Mittlerweile feiern ihre Formate und Produktionen Erfolge und werden nicht selten von den großen hochsubventionierten Bühnen kopiert. Die Texte im Heftschwerpunkt zeichnen diesen Erfolgsweg der freien darstellenden Künste nach, verschweigen aber auch nicht deren prekäre Lage im Zuge einer weitgehend auf Projektförderung ausgerichteten staatlichen Unterstützung. Mit Martin Heering, Henning Fülle, Alexander Opitz, Jan Deck, Eckhard Mittelstädt und Alexander Pinto kommen ausgewiesene Experten zu Wort, die die Frage, „welches Theater wir heute und für die Zukunft brauchen“, weiter umtreibt.

Außerdem im Heft: ein Beitrag von Petra Kammerevert zum neuen EU-Kulturkommissar Tibor Navracsics, ein Bericht über die ICOM-Jahrestagung in St. Petersburg von Ursula Röper, ein Kommentar zum Kunstverkauf der Westspiel GmbH von Peter Grabowski, ein Vorbericht zum Zukunftskongress Soziokultur 2015 von Jochen Molck und die „Leitlinien des Bundesweiten Ratschlags für Kulturelle Vielfalt“ im Wortlaut. Darüber hinaus enthält das neue Heft wie gewohnt Beiträge zu kulturellen Projekten und Aktivitäten, zum Kulturmanagement, Studium Kultur und Rezensionen einschlägiger Publikationen sowie Nachrichten und Informationen aus dem großen Feld der Kulturpolitik und -arbeit.

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