Vier Jahre nach dem Start des Bildungs- und Teilhabepakets sieht sich der Senat in seiner Zielsetzung bestätigt, die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen zu verbessern. Insbesondere die soziokulturellen Angebote werden immer stärker genutzt, wie die Auswertung der Zahlen für 2014 zeigt. Insgesamt wurden 45,9 Mio. Euro ausgegeben.

Voraussetzung für die Inanspruchnahme ist ein Bezug von Transferleistungen durch die Eltern oder die jungen Erwachsenen selbst. Der Großteil der Leistungen ist zudem an den Besuch einer Kita oder einer allgemein- bzw. berufsbildenden Schule geknüpft – mit Ausnahme der soziokulturellen Teilhabeleistungen.

Besonders erfreulich ist die Entwicklung bei der Inanspruchnahme von soziokulturellen Teilhabeleistungen. Von 2011 bis 2014 hat sich die Zahl der profitierenden Kinder und Jugendlichen von 7.400 auf rund 15.300 verdoppelt. Durch zusätzliche Hamburger Fördermittel in Höhe von rund 9,1 Mio. Euro ist insbesondere die Finanzierung von Kundenkarten für die Bücherhallen Hamburg möglich. Wurden 2011 noch rund 1.700 Mitgliedsbeiträge übernommen, waren es 2014 bereits 4.800 Kinder, die diese Leistung nutzten.

Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler: „Insbesondere im kulturellen Bereich wird das Angebot des Bildungs- und Teilhabepakets sehr stark genutzt. Wir wollen weiterhin erreichen, dass Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Haushalten von der breiten Angebotspalette von Kultureinrichtungen und insbesondere der Bücherhallen profitieren. Die Entwicklung der Mitgliedschaften bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Insgesamt wurden in 2014 rund 45,9 Mio. Euro für die Angebote im Bildungs- und Teilhabepaket ausgegeben. Hierin enthalten sind auch 9,1 Mio. Euro, die von Hamburg freiwillig bereitgestellt wurden, damit Hamburger Eltern keine Eigenanteile zahlen mussten, wie z.B. für Mittagessen oder die Schülerfahrkarte. Von diesen zusätzlichen Hamburger Mitteln profitieren auch Flüchtlingskinder, die damit ebenfalls die Angebote des Bildungs- und Teilhabepakets nutzen konnten. Erst seit 1. März 2015 besteht für sie ein vollständiger gesetzlicher Anspruch. Die nachstehende Tabelle zeigt die Anzahl der Kinder und Jugendlichen, die von der Angebotspalette profitierten.

Die Zahl der abgerufenen Leistungen ist seit 2011 kontinuierlich gestiegen, obwohl sich die Zahl der anspruchsberechtigten Hamburger Kinder, Jugendlichen und Jungerwachsenen im Jahr 2014 gegenüber 2011 um 3,3 Prozent reduziert hat (von 93.202 auf 90.169).

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