FairTix_LogoKonzertgänger können sich freuen: Eine Initiative der Hamburger Musik-Clubs setzt sich verstärkt für faire Konditionen bei den Vorverkaufsgebühren von Konzertveranstaltungen ein. Ticketkäufer leisten eine Spende und sparen zugleich Geld. Das Ticketsystem „FairTix“ steht in Hamburg ab sofort zur Verfügung.

Vielen Konzertgängern sind stetig steigende Vorverkaufsgebühren schon lange ein Dorn im Auge. System- und Buchungsgebühren, Zuschläge für print@home oder überteuerte Versandkosten treiben den ursprünglichen Ticketpreis in die Höhe. Bei Konzerten im Niedrigpreissegment von 10,- € Ausgangspreis entstehen somit Zuschläge von teils über 60 Prozent. Dieses risikolose Zusatzgeschäft wird durch zunehmende Monopolstellungen im Konzertmarkt von Ticketkonzernen betrieben, die inzwischen auch viele Veranstaltungsagenturen besitzen und darüber ihre Marktmacht ausspielen.

Um einen Gegenentwurf zu stetig steigenden Vorverkaufsgebühren zu entwickeln, haben die Hamburger Musik-Clubs das für alle Seiten faire Ticketing-Modell FairTix eingeführt. Mit dem Ticketsystemanbieter TixforGigs wurde bereits seit 2012 eine revolutionäre Kooperation geschlossen: TixforGigs verzichtet auf die Hälfte der üblichen Vorverkaufsgebühren von 10% und auf teure Versandkostenaufschläge. Stattdessen führt der Online-Tickethändler pro verkauftem Ticket einen Euro – den sogenannten “ClubEuro” – für und an die Hamburger Clubstiftung ab. Auf diese Weise können viele Tickets für Konzertgänger zu erheblich günstigeren Preisen angeboten werden.

Im Jahr 2014 wurden mit annähernd 600 Konzertveranstaltungen rund 17.000 Tickets abgesetzt. Für 2015 wird ein Verkauf von über 25.000 FairTix-Eintrittskarten erwartet. Inzwischen nutzen in Hamburg über 27 Clubs und Veranstalter dieses System zur preisgünstigen Online-Buchung von Konzertkarten, bei dem letztlich der Konzertgänger Gebühren spart und gleichzeitig eine Spende tätigt, welche wiederum der Hamburger Clublandschaft zugute kommt: Altonale, Astra Stube, Bar 227, Birdland, Citinaut, Docks, fundbureau, Gruenspan, Hasenschaukel, Honigfabrik, Kleiner Donner, klubsen, Knust, kukuun, Logo, Marias Ballroom, Molotow, Monkey Music Club, MS Stubnitz, OHA! Music, Pooca, Prinzenbar, Stellwerk, Uebel & Gefährlich und VOLT.

Ab sofort wird dieser Ansatz unter dem Namen „FairTix“ mit dem Claim „Tickets fair vertickt“ einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht. Im Sommer konzipierten Nachwuchskreative beim YOUNG LIONS Wettbewerb eine Kampagne für FairTix. Insgesamt 15 vorab ausgewählte Teams junger Kreativer unter 28 Jahren aus großen Agenturen in ganz Deutschland entwickelten u.a. ein Logo, eine vollständige Corporate Identity und Videoclips für Werbemaßnahmen. Die Gewinner konnten sich auf diese Weise für die Teilnahme am Cannes Lions International Festival of Creativity qualifizieren. Mit Erfolg: In Cannes holte das Gewinner-Team um Christina Rankel (Jung von Matt/Nekar) & Juarez Rodrigues (DDB) in der Kategorie Film sogar Gold und setzte sich gegen 50 andere Kreativteams aus der ganzen Welt durch. Dank der Unterstützung des Wettbewerbsinitiators Weischer.Media werden die gratis zur Verfügung gestellten Werbemaßnahmen nun in Hamburg wirken.

Gemeinsam können Konzertgänger und Musik-Clubs mit FairTix ein Zeichen gegen unfaire Gebührenmodelle setzen und die Clublandschaft gegenüber den großen Ticket-Konzernen ein Stück unabhängiger machen. Über den Bundesverband der Musikspielstätten LiveKomm wird dieses Erfolgsmodell derzeit bundesweit zur Verfügung gestellt und exportiert.

Mehr: www.fair-tix.de

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