Im Vorfeld der diesjährigen Konferenz „Zugang gestalten!“, die sich mit den Zukunftsstrategien der Digitalisierung des kulturellen Erbes beschäftigt, ist mit der „Hamburger Note“ eine allgemeine Erklärung unterzeichnet worden, die auf die komplizierte Rechtesituation bei der digitalen Publikation urheberechtlich geschützter Werke hinweist und ein deutliches Plädoyer für die Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen beinhaltet. Dreizehn Namhafte Vertreter deutscher Kulturinstitutionen und Rechtsexperten, die sich mit der Bewahrung von Kulturgut beschäftigen, haben sich zu dieser gemeinsamen Erklärung zusammengefunden, um damit einen Beitrag zur Verbesserung der Situation zu leisten und den Diskurs in der Urheberrechtsdebatte voranzubringen.

Auf der Liste der Erstunterzeichner der „Hamburger Note“ stehen:

  • Prof. h.c. Dr. Gabriele Beger (Direktorin Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg)
  • Claudia Dillmann (Direktor des Deutschen Filminstituts)
  • Prof. Dr. jur. Thomas Dreier M.C.J. (Leiter des Instituts für Information- und Wirtschaftsrecht und des Zentrums für angewandte Rechtswissenschaften)
  • Prof. Dr. Katharina de la Durantaye, LL.M. (Yale) (Humboldt-Universität zu Berlin, Autorin des Gutachtens zur Bildungs- und Wissenschaftsschranke)
  • Prof. Dr. Reto M. Hilty (Direktor des Max-Plack-Institut für Innovation und Wettbewerb)
  • Prof. Dr. Thomas Hoeren (Universitätsprofessor und Direktor des Instituts für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht)
  • Dr. phil. Michael Hollmann (Präsident des Bundesarchivs)
  • Prof. Dr. Hans Walter Hütter (Präsident der Stiftung Haus der Geschichte der BRD)
  • Dr. Paul Klimpel (Partner bei iRights Law, Koordinator kulturelles Erbe des Internet & Gesellschaft Collaboratory e.V.)
  • Dr. Elisabeth Niggemann (Generaldirektorin der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig und Frankfurt am Main)
  • Börries von Notz (Alleinvorstand der Stiftung Historische Museen Hamburg)
  • Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hermann Parzinger (Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz)
  • Dr. Frank Simon-Ritz (Vorstandsvorsitzender des Deutschen Bibliotheksverbandes e.V.)

Im Rahmen der Digitalisierung von Kulturgut, um es der interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ist bisher ein hoher Ressourceneinsatz notwendig. Seinen Ursprung hat das nicht nur in den technischen Verfahren, die immer effizienter geworden sind, sondern auch und besonders in den umfangreichen Rechteklärungsprozessen. Diese zukünftig zu erleichtern und damit die digitale Zugänglichkeit von Kulturgut in größerem Umfang zu ermöglichen, ist Aufforderung und Ziel der „Hamburger Note“.

Mehr: Hamburger-Note-2015.pdf

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