„Perspektiven Kultureller Bildung in Europa“ standen im Mittelpunkt einer Fachkonferenz, die die Akademie Remscheid für Kulturelle Bildung in Kooperation mit der Stiftung Genshagen vom 17. bis 18. November veranstaltete. Experten und Expertinnen aus sieben Ländern stellten aktuelle Trends und Entwicklungen einem ausgewählten nationalen Fachpublikum vor.

Für nationale Experten ist es nicht immer einfach, neue Strömungen und Tendenzen in der Kulturellen Bildung aus Europa zu verfolgen. Dabei zeigen sich in den Themen und Herausforderungen oft große Schnittmengen. Unter dem Titel „Perspektiven Kultureller Bildung in Europa“ präsentierten internationale Wissenschaftler Praxismodelle und aktuelle Ansätze der Kulturellen Bildung ihrer Länder. Die Konferenz schuf Raum für einen regen Austausch zwischen Fachleuten aus Europa und Deutschland und ermöglichte einen intensiven Wissenstransfer. Gefördert wurde sie von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und der Stiftung Mercator.

Das Expertentreffen im Schloss Genshagen setzte den Schwerpunkt dabei auf zwei Themen: Zum einen diskutierten die europäischen Fachleute ausführlich Chancengleichheit und kulturelle Teilhabe. Zum anderen stellten sie Kooperationsmöglichkeiten zwischen schulischen und außerschulischen Partnern vor. Bei beiden Themen lag ein zusätzlicher Fokus auf den Aspekten Inklusion und Diversität.

Die europäischen Experten aus sieben Ländern informierten über Modellprojekte, aktuelle wissenschaftliche, aber auch empirische Studien zu den Themen. Dabei gab es viel Raum für den gemeinsamen Austausch und Diskussionen zwischen den nationalen und europäischen Experten. Damit keine zusätzlichen Sprachbarrieren den Austausch erschwerten, wurde simultan übersetzt.

Prof. Dr. Susanne Keuchel, die Direktorin der Akademie Remscheid, zeigt sich zufrieden: „Viele nationale Herausforderungen innerhalb der Kulturellen Bildung wie zum Beispiel die Kulturelle Teilhabe sind auch für andere europäische Länder sehr relevante Themen. Hier macht es Sinn, über den Tellerrand zu schauen, um gemeinsam Lösungswege zu entwickeln, gelungene Konzepte aus anderen Ländern zu übertragen und eigene Modelle weiterzureichen.“

Während der Konferenz setzte die Gruppe Hajusom, die Theaterprojekte von und mit geflüchteten Menschen inszeniert, einen künstlerischen Impuls. Sie spiegelte den roten Faden der Teilhabe und Diversität, der sich durch die Tagung zog. Die fachlichen Beiträge der „Perspektiven Kultureller Bildung in Europa“ sollen weiteren Experten im Rahmen einer Dokumentation zugänglich gemacht werden.