Unter dem Titel „Das Goldene Zeitalter“ widmet sich die soeben erschienene Ausgabe des Magazins Kulturräume+ der Kultur im Alter aus internationaler Perspektive. Seit vergangenem Jahr beteiligt sich kubia mit Partnern aus den Niederlanden, Flandern und Großbritannien an dem Aktionsbündnis „Long Live Arts“, das sich auf internationaler Ebene für mehr Kulturteilhabe im Alter einsetzt. Diese Zusammenarbeit bot den Anlass, den Blick der vorliegenden Kulturräume+ ins Ausland zu lenken.
Kulturraeume_09_2015_cover.d1b8eeb00369ccc634706a8361c333e02461Bob Collins, Vorsitzender des nordirischen Art Council, reflektiert in seinem Grundsatz-Beitrag die Rolle der Kulturpolitik, den Zugang zu Kunst und Kultur in jedem Alter zu ermöglichen. Für ihn ist das Recht auf kulturelle Teilhabe so essentiell und bedeutsam wie das Recht auf Bildung.  Die US-Amerikaner Stuart Kandell und Susan Perlstein, die sich schon seit Ende der 1970er Jahre für die künstlerisch-kulturelle Beteiligung älterer Menschen engagieren, beschreiben die Entwicklungen in den USA. Fünf Beispiele aus der Praxis zeigen gelungene Ansätze in den verschiedenen Kunstsparten. Im niederländischen Eindhoven werden Alteneinrichtungen durch das „Groot Letterfestival“ zu ungewöhnlichen öffentlichen Kulturorten. Die belgische Komponistin Hanne Deneire aus Antwerpen hat eine ganz besondere Methode zur Musikvermittlung für Menschen mit Demenz entwickelt. In Großbritannien hat sich der Museumspädagoge Ed Watts auf Forschungsreise zur Kulturbeteiligung bzw. -abstinenz älterer Männer begeben. Dem Alter im Tanz widmet sich das europäische Projekt „Act Your Age“ der Nederlandse Dansdagen. Vorbildlich ist das Stiftungsengagement der britischen Baring Foundation, die mit einem strategischen Förderschwerpunkt für zehn Jahre in nachhaltige Strukturen im Feld von Kultur und Alter investiert.

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