Politik_und_KulturKulturpolitisch sind beim Erhalt des schriftlichen Kulturgutes aktuell mehrere Herausforderungen gleichzeitig zu meistern: Zum einen gilt es, das materielle schriftliche Kulturgut dauerhaft zu erhalten, vielfach fachgerecht zu restaurieren und zu entsäuern. Hierin liegt eine große Aufgabe, die besondere Anstrengungen von Bund, Ländern und Gemeinden erfordert. Allein die Menge des schriftlichen Kulturguts in unseren Bibliotheken und Archiven zwingt die Verantwortlichen auszuwählen, was dauerhaft gerettet werden soll und was unter Umständen nicht. Zum anderen besteht die Herausforderung der Digitalisierung des schriftlichen Kulturguts. Die Digitalisierung bietet die Chance, das Original zu schonen, wenn Wissenschaftler Werke analysieren. Digitalisate bieten darüber hinaus die Chance, breiten Gruppen der Bevölkerung schriftliches Kulturgut nahezubringen.

In einem umfangreichen Schwerpunkt in Politik & Kultur, der Zeitung des Deutschen Kulturrates, berichten zwanzig Autorinnen und Autoren über die Herausforderungen, die Chancen und die Risiken beim Erhalt des schriftlichen Originals und seiner Digitalisierung.

Beiträge im Schwerpunkt:

  • Olaf Zimmermann: Zuerst Erhalt des Originals
  • Ulrich Johannes Schneider: Die Ehe von Original und Digitalisat
  • Maria Böhmer: Welterbe in Gefahr
  • Thomas Bürger: Original oder digital?
  • Ursula Hartwieg: Warum Originalerhalt?
  • Anja Hajduk: Schriften sichern und digitalisieren
  • Ellen Euler: Der Vergangenheit eine Zukunft
  • Gesine Lötzsch: Digital und original
  • Isabel Pfeiffer-Poensgen, Gabriele Beger, Barbara Schneider-Kempf, Michael Knoche, Bettina Schmidt-Czaia, Klaus Ceynowa: Mein gerettetes Objekt …
  • Hanns-Peter Frentz: Bilder als Zeitzeugen
  • Claudia Schubert: Die vielschichtige Aussagekraft der Fotografie
  • Michael Hollmann: Die Schätze des Bundesarchivs
  • Statements von Theresia Bauer, Anke Spoorendonk und Eva-Maria Stange: Original und Digital

Die Januar/Februar 2016-Ausgabe von Politik & Kultur mit dem Schwerpunkt „Schriftliches Kulturgut“ (Seite 17-26) steht auch kostenfrei als E-Paper im Internet zum Herunterladen bereit.

Mehr: www.kulturrat.de/publikationen/zeitung-pk/01-2016/