Zur Erinnerung: Der gesetzliche Mindestlohn ist zum 1. Janu­ar 2017 um 34 Cent auf 8,84 Eu­ro je Zeitstunde gestiegen. Damit verringert sich bei Kons­tanz der 450-Euro-Grenze die ma­xi­male Arbeitszeit eines Minijobbers. Soll deren Status erhalten bleiben, müssen unter Umständen zeitnah Korrekturen am Arbeits­ver­trag vorgenommen werden.

Seit dem 1. Januar 2015 gilt in Deutschland ein flächendeckender Mindestlohn. Danach haben grundsätzlich alle abhängig be­schäf­tig­ten Arbeitnehmer einen Anspruch auf den gesetzlich festgelegten Mindestlohn von 8,50 Euro. Diese gesetzliche Lohn­un­ter­gren­ze wird mit Wirkung ab 1. Januar 2017 auf 8,84 Euro je Zeitstunde angehoben. Der gesetzliche Mindestlohn gilt unabhängig von Arbeitszeit oder Umfang der Be­schäf­ti­gung für alle Arbeitnehmer – und damit auch für Minijobber. Aus der Grenze von 450 Euro ergibt sich bei einem Mindestlohn von 8,50 Euro eine maximale Arbeitszeit eines Mi­ni­job­bers von 52,9 Stunden im Monat.

Die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns um 34 Cent hat keine Auswirkungen auf die Höhe der Geringfügigkeitsgrenze von 450 Euro. Allerdings verringert sich mit steigendem Mindestlohn bei Konstanz der 450-Euro-Grenze die mögliche Arbeitszeit eines Minijobbers. Die maximale monatliche Arbeitszeit eines Minijobbers beträgt ab 1. Januar 2017 nur noch 50,9 Stunden. Arbeiten Minijobber über diese Stundengrenze hinaus, wird die Beschäftigung versicherungspflichtig.

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