Üben Versicherte bei einem gemeinnützigen Verein unterschiedliche Tätigkeiten aus, die beide als abhängige Beschäftigungen zu werten sind, liegt sozialversicherungsrechtlich ein einheitliches Beschäftigungsverhältnis vor. Das bedeutet aber nicht, dass für einen Teil der Tätigkeit Ehrenamts- und Übungsleiterfreibetrag nicht in Frage kommen.

Ehrenamts- und Übungsleiterfreibetrag können in Anspruch genommen werden, wenn die Tätigkeit nebenberuflich ist, also die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit nicht mehr als 14 Stunden beträgt. Wird dieser Zeitumfang überschritten, kann zwar grundsätzlich eine Nebentätigkeit beim gleichen Arbeitgeber ausgeübt werden, die begünstigt ist. Die Sozialversicherungsträger gehen aber regelmäßig von einem einheitlichen Beschäftigungsverhältnis aus.

So auch im Fall, den das Landessozialgericht (LSG) Baden-Württemberg verhandelte. Neben einer Haupttätigkeit im Bereich betreutes Wohnen mit mehr als 14 Stunden pro Woche hatten Mitarbeiter in einer Nebentätigkeit Freizeitangebote für Senioren geleitet. Die behandelte der Verein im Rahmen der Freibeträge als lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei.

Mehr: www.laks-bw.de/fileadmin/default/dokumente/newsletter/2016_12/RE_Nebent%E4tigkeiten.pdf

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