Rund 130 TeilnehmerInnen kamen am 24. Januar 2017 in der Tagesaufenthaltsstäte „Herz As“ zusammen, um über „Soziale Stadtentwicklung rund um den Hauptbahnhof – Bevor der Zug abgefahren ist!“ zu diskutieren.

In rund 20 Statements machten Vertreter*innen des Bündnisses, aber auch Vertreter*innen von sozialen Einrichtungen wie Caritasverband, KIDS (Anlaufstelle für Straßenkinder) und Straßenmagazin „Hinz & Kunzt“ sowie anderer Institutionen wie Denkmalrat, Nexthamburg, fux e.G. und Mieterverein zu Hamburg deutlich, wie wichtig öffentliche Gebäude für soziale Einrichtungen in der City im Allgemeinen und die vorhandenen vier Hochhäuser am Klosterwall im Besonderen sind.

Wie schon an den Neubauplänen für das Grundstück der ehemaligen Schule für Hörgeschädigte im Münzviertel zeigt sich auch beim City-Hof, dass der rot-grüne Senat daran festhält, städtische Liegenschaften an privat zu veräußern. Im City-Hof hat bislang u.a. das Bezirksamt Hamburg-Mitte seinen Sitz, das 2018 in den Gebäudekomplex des Axel Springer Verlags an der Caffamacherreihe umziehen wird. Senat und Bezirk planen nun, das Gelände zu verkaufen. Die Hochhäuser sollen abgerissen und die Fläche neu bebaut werden. Vor allem Büros, teure frei finanzierte Wohnungen und ein Vier-Sterne-Hotel sollen errichtet werden. Es geht um weitere „Aufwertung“.

Worum es nicht geht, ist eine soziale Stadtentwicklung rund um den Hauptbahnhof. Das beste Beispiel dafür ist die bisher ergebnislose, mehrmonatige Suche nach Räumlichkeiten für das Straßenkinder- Projekt KIDS. Das muss sich nun in gestapelten Containern behelfen, nachdem es in dem vor einigen Jahren privatisierten Bieberhaus von der Eigentümerin „Alstria“ keinen neuen Mietvertrag erhalten hat. Am City-Hof entscheidet sich einmal mehr, wem die Stadt gehört und wie mit städtischem Eigentum umgegangen wird.

Darum fordert das Bündnis: Kein Verkauf des städtischen Geländes. Kein Abriss des City-Hofs und keine Neubebauung. Umnutzung der ehemaligen Hörgeschädigten-Schule und des City-Hofs vorrangig für soziale Zwecke und Projekte. Das Bündnis wird in den kommenden Monaten eine Kampagne mit diesen Zielen fahren.

Dafür wird zu einer ersten Aktionsberatung am Donnerstag, den 23. Februar 2017 um 18.30 Uhr in die HafenCity Universität (Überseeallee 16, 20457 Hamburg) eingeladen. Geplant ist, konkrete Aktionsvorschläge für die Kampagne zu diskutieren und vorzubereiten.

Das Bündnis Soziale Stadtentwicklung rund um den Hauptbahnhof besteht aus City-Hof e.V., Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V., Stadtteilinitiative Münzviertel, Gängeviertel e.V., AStA der HafenCity Universität Hamburg, Berufsverband bildender Künstlerinnen und Künstler Hamburg e.V., fux eG und dem Netzwerk „Recht auf Stadt“ Hamburg.

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