Was hat der Hamburger Michel mit den portugiesischen Sepharden zu tun? Wieso ist in Wilhelmsburg eine Kirche nach dem polnischen Heiligen Maximilian Kolbe benannt? Welche Spuren hat die Grenze zu Dänemark hinterlassen, die 400 Jahre lang quer durch das heutige Hamburg verlief? Wo sind die Spuren Hamburgs als gut 400 Jahre lange Grenzstadt zu Dänemark? Was hat es mit der Franzosenbrücke in Billstedt oder dem Straßennamen Salzburger Häuser in Harburg auf sich? „Zu Hause Europas Geschichte entdecken“ – das ist auch für alle Hamburger und Hamburgerinnen eine Chance sich beim Europäischen Kulturerbejahr ECHY 2018 einzubringen. 

Die Europäische Kommission hat 2018 zum Europäischen Kulturerbejahr ausgerufen und die Bürgerinnen und Bürger aller EU-Staaten alle aufgefordert, dazu beizutragen, Europa verstärkt als gemeinsame kulturelle Heimat wahrzunehmen. Das Motto: SHARING HERITAGE stellt in den Fokus des Europäischen Kulturerbejahres das, was Europa verbindet. Es stellt die Frage, wo europäische Geschichte(n) in Städten, Dörfern und Kulturlandschaften greifbar wird und wie damit künftig bewusster umgegangen werden kann. Es möchte das Bewusstsein für das reiche Erbe Europas fördern und die Bereitschaft zu seiner Bewahrung wecken.

Am 20. März 2017 haben Kulturstaatsministerin Monika Grütters und die Präsidentin des deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz (DNK), Martina Münch, im Schloss Charlottenburg Berlin öffentlich zur Mitwirkung am Europäischen Kulturerbejahr 2018 unter dem Motto SHARING HERITAGE aufgerufen und damit die Projektphase zum deutschen Beitrag eingeläutet. Alle öffentlichen und privaten Träger und Trägerinnen, die kulturelles Erbe bewahren und vermitteln, wie beispielsweise Museen, Erinnerungsorte, Archive, Bibliotheken, Vereine, Fachgesellschaften, Förderkreise und auch die Zivilgesellschaft sind aufgerufen, sich mit Projekten und Veranstaltungen am Europäischen Kulturerbejahr aktiv zu beteiligen. Alle Projekte werden sich ab Spätsommer 2017 auf der digitalen Plattform SHARING HERITAGE gemeinsam präsentieren können. Schon jetzt sind Kulturerbe-Institutionen aufgerufen, auf www.sharingheritage.eu den „Aufruf zur Mitwirkung“ öffentlich mit zu unterzeichnen.

In Hamburg ist das Denkmalschutzamt Ansprechpartner für alle Fragen, Initiativen und Anregungen zum Thema ECHY 2018. Im Mai ist ein Treffen vieler Gruppen, Institutionen und Personen geplant, um sich über mögliche Hamburger Beiträge und Aktivitäten zum Europäischen Kulturerbejahr auszutauschen. Bundesweit koordiniert das deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz (DNK) die Aktivitäten rund um das Kulturerbejahr im Auftrag von Bund, Ländern und Kommunen.

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