Weit über 50 Projekte hatten sich beworben, nur zehn wurden nominiert, drei wurden gestern von der Staatsministerin für Kultur und Medien Prof. Monika Grütters mit dem Sonderpreis „Kultur öffnet Welten“ ausgezeichnet.

Darunter ist ein Projekt aus Hamburg: das interreligiöse Projekt NEW HAMBURG des Deutschen Schauspielhauses, des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Hamburg-Ost und der Immanuelkirche auf der Veddel. Mit dem Preis werden herausragende kulturell-künstlerische Projekte prämiert, in denen laut Ausschreibung „neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Akteuren aus der Kultur mit Partnern aus anderen Bereichen wie Sport, Wirtschaft, religiösen Gemeinschaften oder der Zivilgesellschaft erprobt werden“.

NEW HAMBURG in der Immanuelkirche versteht sich als Netzwerk, als ein offener Ort auf der Veddel, der alle Communities und Glaubensgemeinschaften ebenso wie Anwohnerinnen und Anwohner und Geflüchtete zu Kultur und interkulturellem Austausch einlädt. Das Projekt wirkt in den Stadtteil hinein, bindet Einwohnerinnen und Einwohner ein und stößt Prozesse vor Ort an. Es ging aus einem Festival im Jahr 2014 hervor, das auf Initiative des Deutschen Schauspielhauses und unter der Leitung von Björn Bicker, Malte Jelden und Michael Graessner theatrale, musikalische, künstlerische, diskursive und aktivistische Ergebnisse zum (interreligiösen) Leben auf der Veddel zeigte. Das Ergebnis bewirkte, dass die Kooperation mit der Kirche verfestigt und ein Komitee mit den Bewohnerinnen und Bewohnern gegründet wurde, um das Projekt fortzuführen.

Weitere Preisträger sind der Demokratiebahnhof Anklam aus Mecklenburg-Vorpommern des Pfadfinderbundes Mecklenburg-Vorpommern e.V. und „Musik schafft Perspektive“ (Brandenburg) der Kammerakademie Potsdam gGmbH.

 

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