Die meisten zivilgesellschaftlichen Organisationen in Deutschland haben kulturell homogene Gruppen als Mitglieder oder freiwillig Engagierte. Diese Erkenntnis gehört zu den Ergebnissen des ZiviZ-Survey 2017 – einer Befragung von mehr als 6.300 gemeinnützigen Organisationen, Vereine, Stiftungen, Genossenschaften und gemeinnützige GmbHs.

Die aktuellen Zahlen besagen, dass es jetzt mehr als 600.000 Vereine in Deutschland gibt; jeder zweite Deutsche ist Mitglied in einem von ihnen. 95 Prozent der gemeinnützigen Organisationen sind Vereine. Mitgliederzuwachs verzeichnen vor allem Interessenvertretungen von Bürgern und Verbrauchern. Am stärksten ist die Gruppe der Fördervereine gewachsen.

Der Anteil der Organisationen, die bezahlte Beschäftigte einsetzen, ist leicht gestiegen, auf 28 Prozent. Von denen, die nur mit ehrenamtlichen Engagierten arbeiten können, klagen 61 Prozent über Schwierigkeiten, Mitglieder zu finden. Hauptproblem für die Motivation ist der Kampf mit der Bürokratie, sei es bei Veranstaltungen, sei es bei der Gemeinnützigkeit.

Förderer des ZiviZ Surveys 2017 sind die Bertelsmann Stiftung, das Bundesministerium für Bildung und Forschung, die Robert Bosch Stiftung und die Stiftung Mercator.