Vor 200 Jahren gründeten kunstinteressierte Hamburger Bürger den Kunstverein, der damit einer der ältesten seiner Art in Deutschland ist. Entstanden aus der Idee der Vereinsmitglieder, gemeinsam über Kunstwerke zu diskutieren, wird er auch heute noch – unterstützt durch die Behörde für Kultur und Medien – vor allem vom breiten Engagement seiner Mitglieder getragen. Der Kunstverein Hamburg ist heute eine der wichtigsten Institutionen der Stadt für zeitgenössische Kunst und ihre Präsentation, Vermittlung und Förderung.

1817 hatten neunzehn Mitglieder der Patriotischen Gesellschaft begonnen, sich einmal pro Woche zu treffen, um über zeitgenössische Kunst zu diskutieren. Daraus entstand der Kunstverein, der 1822 formal gegründet wurde. Mit den Ausstellungen, die der Verein seit 1826 organisierte, eröffnete der Kunstverein einer breiteren Öffentlichkeit den Zugang zur zeitgenössischen Kunst und legte den Grundstein für das moderne Ausstellungswesen in Hamburg. Ab 1846 setzten sich die Mitglieder des Kunstvereins maßgeblich für die Gründung eines Kunstmuseums in Hamburg ein und sammelten Spenden für den Bau. 1869 wurde die Kunsthalle dann eröffnet. Die Sammlung des Kunstvereins war der Grundstock für das neue Museum.

Im Laufe seiner wechselvollen Geschichte hatte der Kunstverein unterschiedliche Standorte. Heute in der ehemaligen Markthalle zentral auf der Kunstmeile zwischen Deichtorhallen und Kunsthalle gelegen, präsentiert der Kunstverein junge, internationale Künstlerinnen und Künstler und etablierte Positionen, darunter zum Beispiel Olafur Eliasson, Liam Gillick, Cosima von Bonin, Andrea Fraser, Sarah Lucas, Tino Sehgal, Tatiana Trouvé, Nina Canell, Kostis Velonis, Karla Black oder Geoffrey Farmer. In wechselnden Ausstellungen ohne permanente Sammlung reagiert der Kunstverein flexibel auf aktuelle Tendenzen und gesellschaftlich relevante Themen und rückt diese in den Blick.

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