Am Dienstag, 7. November 2017 diskutiert die Regisseurin und Kuratorin Maike Mia Höhne mit dem Kultursenator von Berlin Klaus Lederer und der künstlerischen Leiterin von Kampnagel Amelie Deuflhard über Linke Kulturpolitik um 19 Uhr in der Hamburger Botschaft (Sternstraße 67).

In der Kultur muss um jeden Cent gekämpft und gefeilscht werden. Kulturinstitutionen überspannen ihr Programm und optimieren derweil permanent ihre Wirtschaftspläne. Behörden bauen ihre Controlling-Abteilungen aus, und Künstler*innen qualifizieren sich nebenbei noch als Betriebswirt*innen. Andererseits gibt es den Anspruch an die Kulturpolitik, die Autonomie der Kunst zu verteidigen und gute Rahmenbedingungen für künstlerische Arbeit zu schaffen. Und allgemein wird festgestellt, dass Kulturpolitik zwar eher ein Nischenthema sei (siehe: aktuelle Parteiprogramme), aber immerhin eine gesellschaftliche Querschnittsaufgabe: Von der Imagepflege am Standort bis zur Integration im Stadtteil.

So oder so: Kulturpolitik soll einiges können – je nachdem durch welche Brille man guckt. Wie gucken Kulturakteure und Kulturpolitiker*innen aufeinander? Wer fühlt sich wofür zuständig oder eben nicht? Funktioniert der vielbeschworene Dialog? Was erwarten die einen von den anderen? Und was kann man von linker Kulturpolitk erwarten?

STADTKULTUR HAMBURG