Die Kulturstiftung des Bundes hat das Museum für Völkerkunde und die Bücherhallen Hamburg für das Programm „360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft“ ausgewählt. Mit diesem Programm fördert die Stiftung Kultureinrichtungen, die beispielhaft Konzepte und Methoden zur Mitgestaltung der neuen Stadtgesellschaft und für die Teilnahme postmigrantischer Bevölkerungsgruppen entwickeln.

Im Rahmen des Programms werden 17 Kultureinrichtungen über vier Jahre mit insgesamt rund sechs Millionen Euro gefördert. Die sechs Museen, fünf Theater, fünf Bibliotheken sowie eine Musikschule erhalten Mittel für besondere Aktivitäten und für die Einrichtung einer Stelle, sodass für vier Jahre eine Person eingestellt werden kann, die den diversitätsorientierten Veränderungsprozess der Kultureinrichtung konzipieren und steuern soll, so die Kulturstiftung des Bundes.

Das Museum für Völkerkunde erhält eine Förderung unter anderem für die Neugestaltung der Programmatik und die Überarbeitung der Dauerausstellung. Das Museumsteam möchte Rolle und Aufgabe des Hauses in der multikulturellen Gesellschaft überdenken und seinem kolonialen Erbe auf die Spur kommen. Außerdem sollen neue Ansätze der Beteiligung und Inklusion entwickelt werden, um weitere Akteure und Zielgruppen der Hamburger Stadtgesellschaft anzusprechen. Das Museum möchte zum Forum und zum Vorbild für ein vernetztes und vielfältiges Kulturverständnis werden.

Die Bücherhallen Hamburg wollen alle Bevölkerungsgruppen der Stadt einladen, die Bibliothek zu „ihrem“ Kultur- und Begegnungsort zu machen. Sie möchten so der Zusammensetzung der Hamburger Bevölkerungsstruktur besser Rechnung tragen. Außerdem möchte das Haus die Personalstruktur verändern, seine Kompetenzen mit interkulturellen Öffnungsprozessen verbessern und lernen, dieses Wissen an andere Kultureinrichtungen und öffentliche Bibliotheken in Hamburg und deutschlandweit weiterzugeben.

Neben den beiden Hamburger Institutionen werden das Focke Museum, die Kunsthalle Bremen, das Staatliche Museum für Archäologie Chemnitz, das Deutsche Hygiene Museum, das Theater Bremen, das Theater Dortmund, das Staatstheater Nürnberg, das theater junge generation in Dresden, das Berliner Theater an der Parkaue, die Stadtbibliotheken in Bremen, Heilbronn, Köln und Pankow sowie die Musikschule der Stadt Bochum gefördert.

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Oder: www.kulturstiftung-des-bundes.de

 

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