Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, begrüßt das Ergebnis der Sondierungsgespräche von CDU, CSU und SPD. Das Ergebnis bietet eine gute und vor allem bereits differenzierte Grundlage für Koalitionsgespräche.

Besonders erfreut hat der Deutsche Kulturrat die ausführlichen Aussagen zu Kunst, Kultur und Medien zur Kenntnis genommen, aus denen u.a. eine engere Verbindung der Kulturpolitik im Inland, wie im Ausland hervorgeht. Die geplante „Agenda für Kultur und Zukunft“ zu deren Themenspektrum Fragen von Integration, Inklusion, Demografie, Digitalisierung, Gleichstellung, Populismus, Zukunft von Arbeit und Kommunikation gehören, sieht der Deutsche Kulturrat als Chance die gesellschaftspolitische Dimension von Kulturpolitik zu stärken. Er wird sich in die Debatten hierzu intensiv einbringen und zusätzliche Aspekte ergänzen.

Weiter begrüßt der Deutsche Kulturrat,

  • dass die soziale Schutzbedürftigkeit von Künstler*innen und Kreativen in den Blick genommen werden soll,
  • dass die berufsbezogene Weiterbildung gestärkt werden soll, hier sollte im Koalitionsvertrag zusätzlich auf Selbständige eingegangen werden,
  • dass eine faire Handelspolitik geplant ist, hier wird sich der Deutsche Kulturrat für die erforderlichen besonderen Schutzmechanismen für den Kultur-, Medien- und Bildungssektor einsetzen,
  • dass ein Nationaler Bildungsrat vorgesehen ist, um die Bildungschancen in ganz Deutschland zu verbessern, hier wird der Deutsche Kulturrat seine Kompetenzen aus der kulturellen Bildung, einschließlich der Aus- und Weiterbildung für Kultur- und Medienberufe einbringen,
  • dass der soziale Schutz von Selbständigen verbessert werden soll und zugleich die bestehenden gesetzlichen Altersvorsorgesysteme für Selbständige bestehen bleiben soll, damit soll die Künstlersozialversicherung abgesichert werden, mit Blick auf die soziale Absicherung Selbständiger wird der Deutsche Kulturrat seinen Sachverstand die anstehenden Debatten einbringen,
  • dass die Zivilgesellschaft gestärkt, das Gemeinnützigkeitsrechts verbessert und Programme zur Demokratieförderung nachhaltig abgesichert werden sollen,
  • dass bürgerschaftliches Engagement gestärkt werden soll.
STADTKULTUR HAMBURG