Während der diesjährigen altonale haben insgesamt 78 Künstler*innen in den anliegenden Schaufenstern von Ottensen und Altona-Altstadt aktuelle Arbeiten zum Thema GRENZEN realisiert und sich damit um den altonale Kunstpreis 2018 beworben. Preisträger des altonale Kunstpreises 2018 ist Stefan Klein mit seiner Arbeit „Familiar“.

Foto: (v.l.n.r.) Monika Baum, Inga Wellmann, Stefan Klein, Leon Daniel, Valeska Stach, Gerhard Fiedler

Foto: (v.l.n.r.) Monika Baum, Inga Wellmann (Kulturbehörde Hamburg), Stefan Klein (Preisträger des altonale Kunstpreises), Leon Daniel (2.Preis), Valeska Stach (2. Preis), Gerhard Fiedler (Künstlerischer Leiter der altonale)

Aus der Begründung der Jury: „In seiner Arbeit tauscht der Künstler das Schaufensterdisplay eines internationalen Einzelhandelsunternehmens gegen ein anderes aus – und zwar gegen ein Display desselben Unternehmens, nur aus einer anderen Filiale. Faktisch verändert sich also wenig bis nichts: es sind weiterhin die gängigen, zur aktuellen Saison passenden Produkte im Schaufenster zu sehen, nach Marketinggesichtspunkten stimmig inszeniert. Dem Passanten würde nichts auffallen, stünde da nicht der Hinweis, dass hier unter dem Titel „Familiar“ ein Kunstprojekt „passiert“.

Und es „passiert“ tatsächlich – und zwar im Kopf. Ob der Künstler wirklich einen Austausch der ohnehin austauschbaren Schaufensterauslage vollzogen hat oder nicht – es gibt keine Beweise.
Die Grenze zwischen Lüge und Wahrheit wird strapaziert, die Grenze zwischen Original und Fälschung verwischt. Behauptet der Künstler seine Aktion nur? Welches Spiel spielt er mit uns?“

Der altonale Kunstpreises wird jährlich im Rahmen der kunst altonale ausgeschrieben und von der Kulturbehörde gestiftet. Er ist dieses Jahr mit 2.500 Euro dotiert.  Die öffentliche Verleihung des altonale Kunstpreises fand am 7. Juni 2018 im Altonaer Museum statt.

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