„Ganz schön alt!“ verkündet die vierzehnte Ausgabe der Kulturräume+ und beschäftigt sich mit Altersbildern in Kultur und Gesellschaft. Altersstereotype, aber auch unsere Vorstellungen vom „eigenen“ Älterwerden haben nachweislich Effekte auf unsere Gesundheit und Langlebigkeit.

Die Psychologin Susanne Wurm erklärt in ihrem Eingangsbeitrag zum Schwerpunkt, warum es so wichtig ist, was wir vom Älterwerden als Individuum und als Gesellschaft denken und warum eine positive Haltung uns mehr hilft, besser alt zu werden als jede Medizin.

Um das Alter in den Künsten, insbesondere im Film, geht es bei der Literaturwissenschaftlerin Henriette Herwig. Noch nie gab es so viele alte Hauptfiguren auf der Leinwand. Das Medium des Films eröffnet Spielräume für neue Existenzweisen, Wohn-, Lebens- und Beziehungsformen des Alters und reflektiert deren Konstruktion mit den Mitteln der Kunst.

Angebote der Kulturellen Bildung bieten Älteren wiederum die Möglichkeit, Altersbilder mit künstlerischen Mitteln zu hinterfragen, zu dekonstruieren und neu zu entwerfen, wie wir nicht nur von der kubia-Kollegin Magdalena Skorupa erfahren. So hat etwa der US-amerikanische Künstler Michael Smith im Auftrag der Skulptur-Projekte 2017 in Münster unter dem ironischen Titel „Not Quite Under_Ground“ ein Tattoo-Studio für Ältere einrichten lassen und damit eine Diskussion zu Körperkult und Jugendlichkeitswahn angestoßen.

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Auf: www.ibk-kubia.de

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