Deutscher Kulturrat bemängelt: Digitalrat ohne Zivilgesellschaft

Am 22. August 2018 hat der Digitalrat der Bundesregierung im Bundeskanzleramt seine Arbeit aufgenommen. Zehn Personen aus Unternehmen und der Wissenschaft sollen die Bundesregierung in Sachen Digitalisierung antreiben. Als wichtige Themen hat Bundeskanzlerin Angela Merkel MdB in ihrem wöchentlichen Video-Podcast unter anderem den Netzausbau, den digitalen Staat sowie Künstliche Intelligenz genannt.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: „Es ist gut, dass die Bundesregierung die Herausforderung Digitalisierung als Gesamtaufgabe betrachtet und alle Ressorts beteiligt. Es wird spannend sein, was der Digitalrat den einzelnen Ministerinnen und Ministern raten wird. Es ist allerdings höchst bedauerlich, dass die Stimme der Zivilgesellschaft außen vor gelassen wird.

Dabei soll es doch auch darum gehen, die Bürgerinnen und Bürger vom Nutzen der Digitalisierung zu überzeugen. Es ist eine verschenkte Chance, dass die Perspektive aus Kultur und Gesellschaft gänzlich fehlt. Die Digitalisierung verlangt und erzwingt einen grundlegenden kulturellen Wandel in der Gesellschaft. Deshalb kann dieses Thema auch nicht erfolgreich allein von Unternehmern, Wissenschaftlern und Politik gestaltet werden. Für den Deutschen Kulturrat jedenfalls steht das Thema Digitalisierung ganz oben auf der Agenda.“