Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat eine Broschüre mit Fakten zum Asyl in Deutschland veröffentlicht.

Menschen verlassen ihre Heimat, weil sie auf bessere Lebensbedingungen für sich und ihre Familien hoffen, ein Arbeitsplatzangebot erhalten haben oder weil sie Schutz suchen vor Verfolgung, Unterdrückung oder Bürgerkrieg. Fast 245 Millionen Menschen leben heute nicht mehr in ihrem Heimatland, schätzen die Vereinten Nationen. Nur die Hälfte davon verlässt die Großregion, aus der sie kommt – Migration über Kontinente hinweg ist nicht die Regel. Die interaktive Grafik der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration zeigt eine Momentaufnahme von gewanderten Personen nach Kontinent, in Millionen.

Ein- und Auswanderung gehören seit jeher zu Deutschland. Stets waren diese Bewegungen ein Spiegel der Zeitgeschichte: Die Nachkriegszeit und der Arbeitskräftebedarf der 1950er und 1960er Jahre führten zu Anwerbung von Arbeitnehmern aus dem Mittelmeerraum. Heute wird das Wanderungsgeschehen vor allem vom europäischen Recht auf Freizügigkeit und von aktuellen Fluchtbewegungen bestimmt. Klicken Sie sich durch die unterschiedlichen Einwanderungsphasen und lesen Sie über Deutschland als Einwanderungsland im Schaubild von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

Erstmalig mit dem Januar 2017 konnte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge genaue Angaben zum monatlichen Zugang von Asylsuchenden machen. Demnach wurden im Jahr 2017 186.644 Asylsuchende in Deutschland registriert und damit deutlich weniger als in den Vorjahren. Nach Berechnungen des Bundesamtes hatten im Jahr 2016 ca. 280.000 und im Jahr 2015 ca. 890.000 Personen in Deutschland Schutz gesucht. Hauptstaatsangehörigkeiten im Jahr 2017 waren Syrien, Irak und Afghanistan.

Broschüre ansehen (PDF)

Auf: www.kulturelle-integration.de

STADTKULTUR HAMBURG