Mit dem Regierungswechsel von 1998 wurden zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ein „Beauftragter für Kultur und Medie“ im Bundeskanzleramt und ein „Ausschuss für Kultur und Medien“ im Deutschen Bundestag installiert. Damit schlug damals die „Stunde der Bundeskulturpolitik“. Die aktuelle Ausgabe der Kulturpolitischen Mitteilungen fragt in ihrem Schwerpunkt nach deren Grundlagen, Erfolgen und Perspektiven.

So berichtet Dr. Knut Nevermann, Amtschef und Abteilungsleiter im BKM unter drei Staatsministern, in seinem Beitrag „Aufzucht eines Setzlings für Kultur“ von den Anfangsjahren der Bundeskulturpolitik und ihren normativen Setzungen.

KuPoGe-Präsident Prof. Dr. Oliver Scheytt widmet sich den „Meilensteine(n) und Wegweiser(n) der Enquete-Kommission ‚Kultur in Deutschland'“, deren Berufung ebenfalls Resultat einer gesteigerten Wertschätzung der Bundeskulturpolitik seit 1998 ist.

Die Erfolgsgeschichte von „20 Jahre(n) BKM“ ist Thema der amtierenden Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters, die aktuelle Schwerpunkte der Bundeskulturpolitik aufruft.

Die Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Medien im Deutschen Bundestag Katrin Budde formuliert in ihrem Beitrag „20 Jahre Bundeskulturpolitik“ zukünftige Erwartungen und neue Erfordernisse aus parlamentarischer Perspektive.

Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, berichtet unter dem Titel „Aufbruch zu neuen Ufern“ von den letztlich erfolgreichen zivilgesellschaftlichen Versuchen, im Rahmen der Neuen Kulturpolitik eine Kulturkompetenz des Bundes einzufordern.

Die Kulturstaatsrätin beim Senator für Kultur der Freien Hansestadt Bremen Carmen Emigholz beschreibt das mittlerweile entspannte Wechselspiel von Bund und Ländern in Sachen Kultur- und Künstlerförderung.

Und Klaus Hebborn skizziert als Kulturdezernent und Beigeordneter für Bildung, Kultur, Sport und Gleichstellung des Deutschen Städtetages die kommunale Sicht auf „20 Jahre BKM“ und plädiert dabei für einen stärkeren „Kooperativen Föderalismus“.

Daneben präsentiert das Heft auf insgesamt mehr als 100 Seiten wie gewohnt Beiträge zur aktuellen Kulturpolitik in Stadt, Land, Bund und Europa, debattiert gesellschaftliche Herausforderungen für Kunst und Kultur, widmet sich der Kulturpolitikforschung, berichtet über beispielhafte Projekte und Initiativen, vermittelt einen Überblick über aktuelle Literatur und liefert eine Fülle an kulturpolitischen Kurznachrichten.

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