Die AfD stellte Online-Pranger gegen Lehrer ins Netz, die ihnen kritisch gegenüber stehen. Die Künstlergruppe „Zentrum für Politische Schönheit“ stellt jetzt unter soko-chemnitz.de einen Online-Pranger zur Identifizierung von Demonstranten bei einer rechten Demonstration in Chemnitz ins Netz.

Die neue satirische Aktion des „Zentrums für Politische Schönheit“ will als Kritik an den AfD-Lehrer-Denunziantenportalen und dem laschen Umgang mit Neonazis verstanden werden.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: „Der Online-Pranger des Zentrums für Politische Schönheit ist eine problematische Kunstaktion, die nicht zur Aufklärung beiträgt, sondern nur der Spaltung unserer Gesellschaft weiter Vorschub leistet. Es spielt keine Rolle, ob der Pranger real oder Fake ist und schon gar nicht rechtfertigt das Ziel dieses Mittel. Wie wird unsere Gesellschaft in fünf Jahren aussehen, wenn solche Pranger-Aktionen im Netz weiter Schule machen? Kunst ist frei, hat aber Verantwortung.“

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