Zwei Themen wird der Deutsche Kulturrat 2019 besonders in den Mittelpunkt rücken: Kultur und Nachhaltigkeit sowie die kulturelle Dimension der Digitalisierung.

Im Jahr 2019 wird der Deutsche Kulturrat zusammen mit dem BUND Veranstaltungen unter der Überschrift „Heimat – was ist das? Kultur und Nachhaltigkeit“ durchführen. Die kulturelle Dimension der Digitalisierung und die Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf den Kultur- und Medienbereich werden in der Zukunft im neu gegründeten Fachausschuss „Digitalisierung und künstliche Intelligenz“ des Deutschen Kulturrates behandelt.

Die Initiative kulturelle Integration wird unter der Moderation des Deutschen Kulturrates ihre Arbeit fortsetzen. Geplant ist unter anderem eine Jahrestagung im Juni 2019. In der Zeitung Politik & Kultur wird die Initiative kulturelle Integration künftig einen festen Platz haben.

Im Januar wird die neue Kulturministerkonferenz ihre Arbeit aufnehmen. Unter dem Dach der Kultusministerkonferenz treffen sich in einem eigenen Gremium die für Kultur zuständigen Ministerinnen, Minister und Senatoren. Den Vorsitz für das Jahr 2019 hat der hamburgische Kultursenator Carsten Brosda. Es wurde Zeit, dass sich die Länder zusammentun und sich über die Landesgrenzen hinaus zu kulturpolitischen Fragen austauschen. Weitere Infos finden Sie hier.

Im Mai wird das neue Europäische Parlament gewählt. In verschiedenen europäischen Ländern wird befürchtet, dass Parteien, die in Gegnerschaft zur EU stehen, zu den Wahlgewinnern zählen und die europäische Politik für die nächsten fünf Jahr stark beeinflussen werden. Für den Kulturbereich waren die Abgeordneten des Europäischen Parlaments in den letzten Wahlperioden wichtige Ansprechpartner. Der Deutsche Kulturrat wird den deutschen Parteien auf den Zahn fühlen und in seinen Wahlprüfsteinen nachfragen, was sie für die nächste Wahlperiode für Europa planen.

Im Mai (Bremen), im September (Brandenburg und Sachsen) und im Oktober (Thüringen) finden Landtagswahlen statt. Die Landtagswahlen haben einen wichtigen Einfluss auf die Zusammensetzung des Bundesrats. Auch werden die Wahlen für die künftige Kulturpolitik in den Ländern bedeutsam sein.

Im Mai können wir 70 Jahre Grundgesetz feiern. Grund genug, endlich das Staatsziel Kultur im Grundgesetz zu verankern. Der Deutsche Kulturrat setzt sich hierfür ein.

Im Oktober soll das Humboldtforum in Berlin eröffnet werden. Die Erwartungen sind hoch, vielleicht zu hoch. Ein Thema wird mit dem Näherrücken des Eröffnungstermins an Bedeutung gewinnen, der Umgang mit Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten. Hier wird sich zeigen, was unter dem Zusammenwirken von Kulturpolitik im Inland und Auswärtiger Kultur- und Bildungspolitik zu verstehen ist. Zum Thema Umgang mit dem kolonialen Erbe wird sich der Deutsche Kulturrat sich Anfang 2019 positionieren.

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