Ein Festival, das nur männliche Künstler programmiert? Ja – aber anders! Männlicher Dominanz und dem Mythos männlicher Überlegenheit stellt die fünfte Ausgabe des FOKUS TANZ fünf ganz andere männliche* Zugänge zur Welt entgegen.

In seiner Kampfansage verwies der Theoretiker Paul B. Preciado bereits während der Spielzeiteröffnung auf Kampnagel darauf, dass weiße Männer sich ihrer Machtposition bewusst werden müssen, um an den strukturellen Machtverhältnissen, die sie selbst aufrecht erhalten, etwas zu ändern. Nur in diesem kollektiven Bewusstsein könne die Revolution neuer (Geschlechter-)Verhältnisse angeführt werden.

BOYS*BOYS*BOYS* gibt einen Ausblick auf die Zukunft und präsentiert sehr unterschiedliche Ansätze von Künstlern*, die als männlich wahrgenommen werden, und die die Welt inklusiv und diverser denken. Sie alle verhandeln Ausgrenzungen von Körpern und werten „Unterschiede“ als Qualität und Bereicherung. In ihren Choreografien wirbeln sie normative Grundsätze durcheinander, definieren (Länder-)Grenzen neu und erklären die Lust am Anderssein als Strategie der neuen Männlichkeit. In Zeiten, in denen Körper nur als verwertbar gelten, wenn sie leistungsstark sind, versteht sich der FOKUS TANZ #5 als Plädoyer für die Rückgewinnung des Eigenen und als solidarische Erklärung zum „Anderen“.

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Auf: www.kampnagel.de

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