Die 8. Hamburger Graphic Novel Tage vom 11. bis 14. März 2019 im Literaturhaus Hamburg bringen mit jeweils zwei Gästen aus Frankreich und Amerika Repräsentanten der großen Comickulturen ins Gespräch mit deutschen Künstler*innen.

Zum Auftakt treffen sich zwei Virtuosen der Form mit Lust am grafischen Spiel: Jochen Gerner hat in Frankreich Furore gemacht mit seinen Grenzgängen zwischen Comic und Kunst. Henning Wagenbreth, einer der profiliertesten deutschen Hochschullehrer für Grafikdesign, sucht sich für seine Comics ungewöhnliche literarische und alltägliche Anregungen. Am zweiten Abend sollte Nora Krug aus New York anreisen. Da sie für den National Book Critics Circle Award nominiert ist und das Finale in dieser Woche stattfindet, kann sie nur per Videotelefonie zugeschaltet werden. Die gebürtige Karlsruherin ist gerade weltweit mit ihrem Buch „Heimat“ erfolgreich. Mit Hamed Eshrat aus Berlin trifft sie auf einen Kollegen, der einen virtuosen autobiografischen Comic und jüngst eine Geschichte über Widerstand gegen den NS-Staat gezeichnet hat. Danach reist aus Paris die Zeichnerin Catherine Meurisse an, eine der Überlebenden der früheren Redaktion von „Charlie Hebdo“.

Nach dem Erinnerungsband „Die Leichtigkeit“ erzählt das neue Buch von der Wichtigkeit der Landschaft für ihr Leben und ihre Kunst. Mikael Ross aus Berlin ist für sein jüngstes Album „Der Umfall“ ebenfalls aufs Land gegangen: in ein Wohnprojekt für Menschen mit Behinderung. Entstanden ist daraus einer der schönsten und witzigsten deutschen Comics. Den Abschluss machen Jason Lutes aus Vermont und Arne Jysch aus Berlin, verstärkt durch den deutschen Erfolgsautor Volker Kutscher, der für Lutes’ nach zwei Jahrzehnten Arbeit nun abgeschlossenen Zyklus „Berlin“ das Vorwort zur deutschen Ausgabe geschrieben hat und für Jyschs „Der nasse Fisch“ mit dem Auftaktband zu seiner Gereon-Rath-Krimireihe die Vorlage lieferte.

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Auf: www.literaturhaus-hamburg.de

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