In der Reihe INSTITUTIONELLER RASSISMUS durchleuchtet Kampnagel verschiedene gesellschaftliche Akteure mit Blick auf ihre teilweise unbewusste, strukturelle Reproduktion rassistischer Stereotypen. Nach »Polizei«, »Theater« und »Schule« geht es nun um die Justiz.

Oft stehen beispielsweise Afrikaner ohne Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis vor Gericht, die für den Handel mit Kleinstmengen Drogen, meist Cannabis, unverhältnismäßig hohe Strafen bekommen. Die Bereitschaft der Justiz, sich auseinanderzusetzen mit der Lebensrealität dieser Menschen, denen die Möglichkeit verwehrt ist, ihren Lebensunterhalt legal zu bestreiten und ein menschenwürdiges Leben zu führen, ist gering. Interkulturelle Kommunikation findet in der Aus- und Fortbildung der Justiz nahezu keinen Raum.

Die Hamburger Strafverteidigerin Britta Eder, die viele Menschen mit Migrationshintergrund vor Gericht verteidigt, spricht über institutionalisierten Rassismus innerhalb der (Straf-) Justiz, wie sich dieser konkret darstellt und wie er sich auf die Betroffenen auswirkt.

Selbstverpflichtungsveranstaltung im Rahmen des Bündnisses DIE VIELEN. Der Eintritt ist frei.

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Auf: www.kampnagel.de

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