Das 65. Loccumer Kulturpolitische Kolloquium möchte Haltung zeigen und Brücken bauen in gesellschaftlich bewegten Zeiten. Es findet statt vom 21. bis zum 23. Februar in der Evangelischen Akademie Loccum.

Durch die Wahlerfolge der Rechtspopulisten ist der Ton in der politischen Auseinandersetzung schärfer geworden. Auch Künstlerinnen und Künstler sowie Kulturinstitutionen sind in Debatten involviert als Zielscheibe rechter Anfeindungen, als Verteidiger der demokratischen und offenen Gesellschaft, nicht selten auch als Promotoren rechter Gesinnung.

Der Rechtspopulismus ist auch deshalb eine Herausforderung für die Kulturpolitik, weil die Rechtspopulisten die Kultur zu einem Feld der politischen Auseinandersetzung gemacht haben. Die Tagung diskutiert Haltungen, erörtert Strategien und stellt Projekte vor, mit denen kulturpolitisch Verantwortliche, Künstlerinnen und Künstler sowie Kulturinstitutionen die offene demokratisch-rechtsstaatliche Gesellschaft stärken können.

Kultur darf provozieren, aufregen und Finger in Wunden legen. Sie muss dabei nicht jedem gefallen. Kultur lebt von Innovation, die nur durch diese Freiheit möglich ist. Rechtspopulisten stellen die Balance zwischen öffentlichem Auftrag, künstlerischem Engagement und Freiheit der Kultur aber gerne in Frage. Kunst- und Meinungsfreiheit geraten zunehmend unter Druck, wie nicht zuletzt in europäischen Nachbarländern zu beobachten ist. Wie kann auf diese Herausforderung reagiert werden und welche Reaktionen sind angemessen?

Anspruch einer Kulturpolitik, die sich als Gesellschaftspolitik versteht, muss es sein, bei den Lebensrealitäten der Menschen anzusetzen. Sie muss in der Lage sein, die hinter dem Erfolg der Rechten stehenden gesellschaftspolitischen Themen zu verstehen, aufzunehmen und zu bearbeiten. Wo sind dabei die Roten Linien zu extremen Positionen zu ziehen und wo gilt es, in den gesellschaftlichen Dialog zu gehen?

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Auf: www.loccum.de/tagungen/

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