Kultur Management Network legt mit der 153. Ausgabe seines monatlich erscheinenden Fachmagazins den Fokus auf die Kommunikation von Kultureinrichtungen in Krisenzeiten. Mit diesem Schwerpunkt verdeutlicht das Medienunternehmen, warum Kommunikation der entscheidende Baustein zur Bewältigung von Krisen und Konflikten für die Kultur ist. Konzipiert wurde die Ausgabe dabei weit vor der Corona-Krise.

Die Dringlichkeit des Themas wird nun durch die aktuelle Situation noch verstärkt. Fünf Expert*innen sowie ein Studierendenkollektiv aus dem Kulturbetrieb und Krisenmanagement zeigen dabei, welche Strategien und Herangehensweisen zu Lösungen durch durchdachte Kommunikation führen:

  • Krisenzeiten erfordern vor allem schnelles Handeln, das ohne durchdachten Plan in blindem Aktionismus enden kann. Im Interview erklärt Dr. Andreas Schwarz, Experte für Public Realtions und Krisenkommunikation, wie sich Unternehmenauf den Krisenfall vorbereiten können.
  • Doch auch vor Konflikten braucht es eine gute Kommunikation. Worauf es dabei ankommt, geht aus dem Beitrag von Masterstudierenden der Kommunikationswissenschaft der Uni Hohenheim unter Leitung von Prof. Dr. Ulrich Bihler hervor. Wie Krisenkommunikation dabei gut vorbereitet sein kann und warum ein kreatives Umdenken meist mehr hilft als Jammern, erklärt der Krisenforscher Frank Roselieb im Interview.
  • Wie insbesondere Kultureinrichtungen sich in einer steigenden Kommunikationsflut Gehör verschaffen, berichtet Stefan Schindler, Geschäftsführer von Neusiedler See Tourismus, im Interview. Welche Rolle Kommunikation dabei nach innen und außen in Krisenzeiten für Theaterbetriebe spielt, macht Thomas Koch, Direktor Strategische Kommunikation der Staatsoper Stuttgart, im Interview deutlich.
  • Darüber hinaus ist es für ein gutes Konflikmanagement unverzichtbar, Eskalation zu vermeiden, indem Konflikte rechtzeitig erkannt und gelöst werden können. Wie das gelingt, legt Bernd Geropp, Geschäftsführercouch und Führungstrainer, in seinem Beitrag dar.

Wenngleich Krisenkommunikation für Kultureinrichtungen im Zuge der Corona-Pandemie aktueller denn je ist, war der Schwerpunkt von Kultur Management Network zunächst anders gedacht: „Das Thema haben wir bereits im vergangenen Jahr festgeschnürt. Denn Krisen und Konflikte sind für den Kulturbetrieb nicht neu“, so Herausgeber und Geschäftsführer Dirk Schütz. Dabei hatte das Unternehmen vor allem „den Kampf um die finanziellen Mittel, schrumpfende Besuchszahlen, drohende Schließungen, Sanierungsvorhaben, Neubauten usw.“ im Sinn. „Seit März 2020 hat das Thema Krise aber eine ganz andere Dimension angenommen. Dennoch sehen wir auch hier eine durchdachte Kommunikation als wichtigen Schlüssel zum Erfolg, so dass wir den Fokus dieser Magazinausgabe nicht allein auf die Coronakrise legen“, so Schütz weiter. Speziell dazu finden Kulturschaffende auf der Website des Unternehmens zahlreiche Beiträge in der kurzfristig angesetzten Reihe „Corona“ sowie der umfassenderen Reihe „Digitale Formate“ zur Orientierung.

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Auf: www.kulturmanagement.net

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