Deutscher Kulturrat: Übersicht der Förderungen im Programm NEUSTART KULTUR

Das Programm NEUSTART KULTUR liegt in der Verantwortung von Kulturstaatsministerin Monika Grütters und wird von ihrem Amt (BKM) verwaltet. Die Mittel werden über die Kunstfonds, die Kulturstiftung des Bundes und der Länder und über Kulturverbände verteilt. Der Deutsche Kulturrat hat eine Übersicht der einzelnen Förderungen spartenspezifisch zusammengestellt.

Generell gliedert sich NEUSTART KULTUR in vier Teile:

  • Pandemiebedingte Investitionen (bis zu 250 Millionen Euro)
  • Stärkung der Kulturinfrastruktur (bis zu 480 Millionen Euro)
  • Alternative, auch digitale Kulturangebote (bis zu 150 Millionen Euro) und
  • Kompensation pandemiebedingter Einnahmeverluste und Mehrbedarfe bei bundesgeförderten Häusern und Projekten (bis zu 100 Millionen Euro)

Zudem erhält der durch Werbeeinnahmenverluste betroffene private Rundfunk finanzielle Hilfen in Höhe von 20 Millionen Euro.

Hinter den vier Teilprogrammen stehen wiederum viele einzelne Programmlinien, die auf die spezifischen Bedarfe der unterschiedlichen Sparten in Kultur und Medien zielen. Der Deutsche Kulturrat hat eine hilfreiche Kurzübersicht als PDF nach Sparten (Upadte vom 18.9.2020) zusammengestellt. Die ausführliche Langfassung der einzelnen Förderungen findet sich im Corona versus Kultur – Newsletter Nr. 23. Im Folgenden werden diese Informationen für die Sparte Soziokultur und die Spartenübergreifenden Digital-Programme ausführlich dargestellt.

Programme für die Soziokultur

Speziell für die Soziokultur gibt es folgende Programme im Rahmen von NEUSTART KULTUR:

NEUSTART – Sofortprogramm für Corona-bedingte Investitionen in Kultureinrichtungen (abgelaufen)

Bereits Anfang Mai startete BKM das Pilot-Förderprogramm „NEUSTART – Sofortprogramm für Corona-bedingte Investitionen in Kultureinrichtungen“. Es wird über den Bundesverband Soziokultur e.V. realisiert. Die Antragsphase ist inzwischen erfolgreich abgeschlossen. Aufgrund der überwältigenden Nachfrage hat die BKM den Fördertopf kurzfristig auf 30 Millionen Euro aufgestockt. Damit können alle 1.400 eingereichten Anträge aus den Sparten soziokulturelle Zentren und Kulturhäuser sowie auch Museen, Ausstellungshallen und Gedenkstätten ebenso wie Veranstaltungsorte von Konzert- und Theateraufführungen finanziert werden, wenn diese die Fördervoraussetzungen erfüllen.

Fonds Soziokultur: AUFTAKT (läuft)

Ein Sonderprogramm des Fonds Soziokultur e.V. fördert Projekte von Einrichtungen bzw. Träger der kulturellen Bildung und Medienbildung, der Soziokultur und Kulturarbeit in freier Trägerschaft bei der krisenbedingten Neuausrichtung und Stärkung ihrer Arbeit im Schnittfeld von Kunst und Gesellschaft. Im Fokus stehen Teams aus freien und festen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Netzwerke vor Ort, die neue Formen und Wege kultureller Arbeit mit gesellschaftlicher Wirkung erproben und mittelfristig etablieren möchten. Für die Maßnahme stehen insgesamt 10 Millionen Euro zur Verfügung. Die erste von mehreren Ausschreibungen hat am 15. August 2020 begonnen. Hier kommen noch

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Bundesverband Soziokultur: pandemiebedingte Investitionen (ab 1. September 2020)

Der Bundesverband Soziokultur e.V. fördert pandemiebedingte Investitionen von Literaturhäusern, Kulturzentren und soziokulturellen Zentren. Insgesamt stehen dafür bis zu 25 Millionen Euro zur Verfügung. Die Antragsberatung beginnt am 15. August 2020, die Antragstellung ist ab 1. September 2020 möglich.

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Bundesverband Soziokultur: Erhaltung und Stärkung der Kulturinfrastruktur und der Wiederbeginn örtlicher Kulturproduktion (in Vorbereitung)

In Vorbereitung ist außerdem eine Maßnahme des Bundesverbands Soziokultur e.V., die sich an Kulturzentren, Kulturhäuser und soziokulturelle Zentren richtet. Ziel ist die Erhaltung und Stärkung der Kulturinfrastruktur und der Wiederbeginn örtlicher Kulturproduktion. Es stehen Mittel in Höhe von bis zu 15 Millionen Euro zur Verfügung.

Spartenübergreifende Digital-Programme

Kulturstiftung des Bundes: „dive in. Programm für digitale Interaktionen“ (läuft)

Die BKM fördert mit 5 Millionen Euro „dive in. Programm für digitale Interaktionen“ der Kulturstiftung des Bundes. Das Programm richtet sich bundesweit an Kulturinstitutionen aller künstlerischen Sparten sowie an Gedenkstätten, Bibliotheken, Soziokulturelle Zentren, Archive mit Archivgut in künstlerischen Sparten und an Festivals. Gefördert werden digitale Projekte, die neue Formen der Wissensvermittlung und künstlerischen Auseinandersetzung, der spielerischen Aneignung oder der Partizipation mit Besucherinnen und Besuchern erproben. Förderanträge können ab dem 17. August 2020 gestellt werden.

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„KULTUR.GEMEINSCHAFTEN“ (in Vorbereitung)

Mit dem Programm KULTUR.GEMEINSCHAFTEN wollen die Kulturstaatsministerin und die Kulturstiftung der Länder insbesondere kleinere, auch ehrenamtlich geführte Kultureinrichtungen und Projektträger bei der Entwicklung digitaler Angebote mit insgesamt 11 Millionen Euro fördern. Konkret sollen sie bei der Anschaffung der notwendigen Technik zur Produktion digitaler Formate unterstützt werden. Darüber hinaus werden Projekte zum Wissenstransfer und zur Vernetzung der Einrichtungen gefördert ebenso wie die Verbreitung der entstandenen Produktionen im Internet und in Sozialen Medien. Zudem sollen mithilfe des Förderprogramms neue Beratungs-, Schulungs- und Weiterbildungsangebote entwickelt oder vermittelt werden. Die Antragstellung ist voraussichtlich ab Mitte September 2020 möglich.